Jan 282012
 

Wie bereits geschrieben haben wir uns für unsere einjährige  Motorradreise durch Südamerika für das Wechsel Summit Zero-G als Zelt entschieden.

Das Raumangebot im Inneren ist für 2 Personen mehr als reichlich und wir können sowohl längs wie quer darin schlafen.

Die Apsis ist für schlechtes Wetter zu klein um darin gleichzeitig die nassen Klamotten und unser Gepäck unterzubringen und dann auch noch darin zu kochen.
Bisher hatten wir allerdings Glück mit dem Wetter und so mussten wir erst einmal bei Regen und ein paarmal bei Wind in die Apsis ausweichen.  Um darin zu kochen sitzen wir im Innenzelt, wo wir auch schnippeln und der Kocher steht an der höchsten Stelle, um beim Vorheizen nicht das Zelt abzufackeln.  Das geht so lange gut bis Mücken und Fliegen ins Spiel kommen, die wir ansonsten weitgehend aus unserm Schlafzimmer heraushalten konnten.

Das silikonisierte Aussenzelt der Zero-G Version neigt dazu sich bei Feuchtigkeit stark zu dehnen, so dass dann die Abspannleinen und Zeltheringe nachgespannt werden müssen. Wenn das Zelt dann wieder trocken ist, steht es wie ein Trommelfell straff gespannt da.

Die X Profil Heringe der Zero G Version sind erstaunlich robust, allerdings lassen sie sich durch den recht scharfkantigen Kopf nicht von Hand in die Erde drücken. Uns ist erst ein Hering leicht verbogen, allerdings fangen bei einigen die Köpfe an sich leicht zu verbiegen. Die Zeltschnüre halten perfekt an den Einkerbungen der Köpfe und können nicht abrutschen. Die Heringe halten auch, obwohl sie recht klein wirken, erstaunlich gut in jedem halbwegs festen Untergrund.

Um das Zelt, besonders bei Wind, auf und abzubauen sind mindestens zwei Personen nötig.
Das Summit lässt sich zwar auch alleine aufstellen, allerdings ist durch die sich oft kreuzenden Gestängekanäle viel Lauferei nötig. Gerade diese viele Stangen und Kreuzungspunkte sorgen aber für die Stabilität des Zeltes.

Bedingt durch die vielen Ecken hat das Wechsel Summit am Überzelt auch viele seitliche Unterkanten die sich nur relativ schlecht auf Spannung bringen lassen. Nach 3 Monaten Übung schaffen wir es aber mittlerweile bei fast jedem zweiten Aufbau, dass das Zelt schön da steht. Nur die Kreuzungspunkte der Seitlichen Stangen bekommen wir so gut wie nie so hin, dass wir das Aussenzelt dort zusätzlich fixieren könnten.

Verbesserungspotential:

Das Aussenzelt könnte an den Seiten etwas weiter heruntergezogen sein, bzw das Innenzelt noch einen etwas höheren Boden haben. Bei Regen spritzt der Dreck recht weit hoch.

Der Packsack für die Stangen sollte etwas grösser sein. Im Neuzustand passen sie super rein, aber mit etwas Biegung wird es eng.

Ärgerlich:

Die Nahtbänder am Innenzelt lösen sich teilweise, wodurch wir auch schon einen kleinen Wassereinbruch hatten. Am besten gleich mit Seam Grip von aussen zusätzlich dichten.

Ein Reissverschlussschieber am Innenzelt hat sich bereits nach 6 Wochen, nach der ersten windigen Nacht mit etwas Staub in der Luft, verabschiedet. Von YKK hätt ich mehr erwartet. Meine bisherigen Zelte haben alle mehrere Jahre Sahara Einsatz hinter sich gebracht bevor die Schieber hin waren.

Die Laschen, an denen die Abspannleinen befestigt sind, sind z.T nicht ordentlich vernäht und gehen auf.

Aufbau Tipps:

Das Aussenzelt zuerst an den 4 Ecken abspannen und an den Seiten nur leicht auf Spannung bringen, dann liegt das Aussenzelt an den Dachflächen nicht am Innenzelt an.

Die hinteren oder vorderen Eingänge mit den Heringen erst leicht auf  Spannung bringen, dann auf der entgegengesetzten Seite abspannen damit das Aussenzelt mittig über dem Zelt liegt.

Erst alle Stangen einführen, nicht wie in der Anleitung erst die Überkreuz aufstellen und dann die Querstangen.

Zusammenfassung:

Das Wechsel Summit ist halt doch ein Expeditionszelt und nix für den Komfort verwöhnten Urlauber.  Auch der tägliche Aufbau dauert zwei, drei Minuten länger als bei einem Zelt mit weniger Stangen.
ABER:  Es hält den Wind in Patagonien aus und das ist für uns die Hauptsache.

Aufbauzeit: allein ca 10 Minuten, zu zweit ca 7 Minuten
Abbauzeit: allein 12 Minuten, zu zweit 11 Minuten (allein 2 Minuten um die Stangen in den Packsack zu bekommen!)

  2 Antworten zu “Wechsel Summit im Patagonien-Test”

  1. Hei Axel,
    bist du wahnsinnig?
    Das gute obercrass T-Shirt an die Wand zu hängen, die Jungs ersticken doch am Axel Schweiß 🙂
    Fahr den nächsten Tättoo Shop an und lass dir unser Logo ersatzweise auf den Rücken tätowieren!
    Wenn du dich wieder mal weigerst, dann schicke mir halt ne Adresse und ich schicke dir die neune obercrass Strings…….

    Liebe Grüße aus der zentrale des Wahnsinns,

    dein ex Boss

  2. Ganz schöne Poserhaltung für die Hühnerbrust Axel. 😉 😛 😉

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