Salta

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Mrz 302012
 

Für den ersten Morgen in Salta haben wir uns mit Manuel, einem guten Freund meines Cousins zum Frühstück auf der Plaza verabredet. Nach dem Café con leche mit „Medialunas“ gehen wir zu Bier über, es is ja schließlich schon Mittag. Bei dem ersten bleibts wie üblich nicht und um 4 Uhr nachmittags stehen wir schon leicht angedüdelt vom Tisch auf und widmen uns unserer Tagesaufgabe: Simmerring suchen – meine Gabel sifft seit ein paar Tagen. Mit uns ist aber nimmer viel anzufangen, daher geben wir schon nach 2 Stunden auf. In Argentinien gibts für alles Spezialgeschäfte, was eigentlich ganz süß ist. Wenn man einmal einen entsprechenden Laden gefunden hat, aber dort keinen Erfolg hat, wird man an den nächsten und den nächsten und den nächsten… weitergereicht, wo es sowas dann „ganz bestimmt“ gibt.

Für spät abends sind wir nochmal mit Manuel und seiner Freundin Verónica verabredet. Zusammen mit Katharina, die zufällig mal wieder im selben Hostal abgestiegen ist, geht es in die „Casona del Molino“, eine traditionellen Kneipe, in der sich Musiker mit ihren Instrumenten niederlassen und zum Spaß den ganzen Abend spielen. Obwohl Dienstag ist, sind wir nicht die letzten, als wir um halb vier wieder nach Hause fahren.

 

Am nächsten Morgen wird wieder gepackt, wir ziehen um in Manuels Fitnessclub, wo er zwei Zimmer leerstehen hat.
Heute sind wir etwas erfolgreicher als gestern. Wir finden die Simmerringe und außerdem ein Versicherungsbüro, das uns unsere Haftpflicht verlängert. Abends werden wir schon wieder verwöhnt, es gibt Asado bei Verónica und Manuel daheim. Wir verhocken uns ganz schön und trudeln erst um 7 Uhr morgens wieder in unserem Zimmerchen ein. Damit ist der nächste Tag schon fast gelaufen, erst nachmittags um 5 machen wir uns auf den Weg zur Motorrad Werkstatt. Unterwegs stellt Axel fest, dass auch noch mein Lenkkopflager im Arsch ist und der Mechaniker schlägt angesichts unserer neuen Simmerringe die Hände überm Kopf zusammen: „Industria Argentina“! Die machen mindestens so schlechte Qualität wie China. Wir sollen versuchen, ob wir nicht was von ner japanischen Marke bekommen. Das Lenkkopflager will er erstmal ausbauen und schauen ob ers noch irgendwie retten kann, falls wir kein neues auftreiben können. Für heute ist aber jetzt Schluss. Wir sind mit Mathias, einem Geschäftspartner vom Axel verabredet und holen uns bei einem gemütlichen Kneipenabend  ein paar Streckeninfos ab.
Am nächsten Morgen geht die Ersatzteilsuche in die nächste Runde. Beim Lenkkopflager sind wir zum Glück erfolgreich, japanische Simmerringe lassen sich aber nicht auftreiben. Also zurück zur Werkstatt. Der Mechaniker zeigt uns das zernudelte alte Lenkkopflager (der Axel nennt mich unsensibel, weil ich dessen Zustand nicht bemerkt habe) und verspricht uns, das Mopped bis zum nächsten Mittag fertig zu haben. Als Zugabe zum Tag bekomme ich 3 Wochen zu früh mein Geburtstagsgeschenk, einen schönen Leder – Tabakbeutel 🙂
Wir werden langsam ganz schön faul, am Samstag machen wir außer Mopped abholen nix mehr. War auch so n teurer Tag, die Reparatur schlägt mit 750 Pesos zu Buche plus die Ersatzteile.

Am Sonntag machen wir Kässpätzle für unsere Gastgeber. Auch Manuels Mama und Verónicas Kindern schmeckts. Und wir bleiben mal wieder länger sitzen und gehen nach einigen Runden Frankfurter und Mäxle erst spät heim. Eigentlich wollten wir Montag weiter, aber wir bleiben doch noch einen Tag und wechseln unsere Hinterreifen, damit wir sie endlich nicht mehr auf dem eh schon hohen Gepäckberg mitschleppen müssen. Eigentlich wären die Mitas noch für ein – zweitausend km gut, aber was solls. Mit knapp 22.000 km haben sie eh schon erstaunlich lang gehalten. Nur – mit ca. 2cm mehr Profil auf den Reifen und dem geringeren Gepäckgewicht komm ich mal wieder noch schlechter mit den Füßen runter. Ob das mal gut geht! Füßeln wird jetzt auf jeden Fall wieder schwieriger…
Tags drauf gehts dann doch mal weiter, wir haben jetzt genau eine Woche in Salta verbracht und haben mal wieder außer den 3 oder 4 Straßen mit Ersatzteilläden kaum was von der Stadt gesehen.  War aber trotzdem ne schöne Woche!

Warum laufen wir eigentlich in Städten mehr rum als im Grünen?

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