Mai 222011
 

Micha hat uns freundlicherweise seine Garage zur Verfügung gestellt und so haben wir heute begonnen unsere DRs auf Vordermann zu bringen um sie für unsere Südamerikareise fit zu machen. In der Tiefgarage und auf der Straße konnten wir zwar auch mal schnell bisserl schrauben, aber sobald was nimmer gleich wieder zusammengebaut werden kann is des a rechter Scheiss.

Suse hat Ihr Mopped erfolgreich tiefergelegt, auch wenn es komplizierter war als erwartet:
Die  „Hammer und Meissel Methode“ um die Vorspannung am Federbein zu verringern wird zwar nicht empfohlen, spart aber den Ausbau des Federbeins. Bei der DR kommt man im eingebauten Zustand mit einem Hakenschlüssel leider überhaupt nicht an das Federbein ran aber Gewalt ist da Die Lösung.  Die Gabel noch etwas durchgesteckt und schon würde Suse mit den Zehenspitzen wieder zum Boden kommen. Schön die Klemmungen an den Gabelbrücken gelöst und trotz leichtem Gewalteinsatz wollte sich die Gabel partout nicht weiter durchschieben lassen. Also noch etwas WD40 ran und die Brücken aufgehebelt….. aber es wollte ned rutschen. Der linke Gabelholm hat dann doch klein beigegeben und gleich den Lenker als Anschlag genutzt. Klonk!
Und was war der Fehler?
Die obere Schelle der Faltenbälge hatten wir übersehn bzw als nicht nötig erachtet sie zu lösen.  Erstaunlich was diese kleine Schelle aushält.  Also erstmal n Wasserkasten Reparaturständer gesucht um die Gabel wieder etwas zu verlängern und zu Guter Letzt noch den neuen Choke Zug eingebaut was auch eine rechte Pfriemelei war, besonders an den Lenker Armaturen.
An meinem Motorrad wollte ich heut garnicht allzuviel machen.
Ich hatte die Hoffnung dass mit dem gereinigten Vergaser meine  DR wieder sauber Gas annehmen würde, aber leider isses nicht wirklich besser geworden. Der Übergang vom Schubbetrieb, bzw vom Leerlauf zum Teillastbereich (während der Fahrt) ist seit dem Herbst äußerst ruppig und macht so mal gar keinen Spass. Dafür war der improvisierte Dichtversuch am Zylinderfuss vorerst erfolgreich. Dick Hylomar drauf und über Nacht trocknen lassen und Zylinderkopf- und  Fuss-Schrauben leicht nachgezogen.  Noch isses dicht.

Na gut, also muss der Vergaser übeholt werden. Vielleicht hilft ein neuer Schieber oder eine größere Leerlaufdüse, aber ich find weder ein Werkstatthandbuch noch einen Ersatzteilkatalog und eine Reparaturanleitung scheint es für die  DR 650SE SP46B nicht zu geben.

Also wenigsten mein Motorrad wieder auf normale Höhe gebracht, nachdem wir sie letztes Jahr tiefergelegt hatte um zu testen ob Suse damit fahren kann.  Um die Feder wieder vorzuspannen, was mit Hammer und Schraubendreher 😉 kein Spass ist, hab ich mir noch überlegt ob ich das Federbein nicht doch ausbaun soll.  Dafür hätte ich aber die Hebelei ausbauen müssen und die Schrauben wollten nicht aufgehen und waren mit meinem Werkzeug zum Teil unerreichbar. Also erstmal des Federbein wieder höher stecken. Nur schnell des Schräubchen auf – und schon war der Sechskand Schraubenkopf rund und die Nuss is leer durchgerutscht. Scheisse!!  Der leicht gekröpfte Ringschlüsse wollt auch immer abrutschen. Der kleine  Ringschlüssel hätte zwar gegriffen, war aber viel zu kurz um die nötige Kraft aufzubringen und Verlängerung war keine zu finden und Platz wär dafür auch knapp geworden unterm Mopped.  Frust breitete sich aus und Hunger kam dazu. Das Frühstück war doch schon ne ganze Weile her.  Unzufrieden schnell zum Supermarkt und dann mal wieder die These bestätigt bekommen dass Edeka Kassiererinnen die langsamsten der Welt sind.  Huuuunger!  Toll. Den Tag hatte ich mir anders vorgestellt.

Zurück in der Garage dann erstmal den Vergaser wieder rausgeholt und mit dem nötigen „Gefühl“ frisch gestärkt die Hebelei zerlegt. Von Links kam ich dann auch mit einer Nuss an den Umlenkhebel. (Tip: zuerst die Ketten-Führungs-Rolle demontieren).
Schaut schon arg merkwürdig aus, wie des Mopped jetz so in sich zusammengesackt da stan. Hatte nicht erwartet dass sie sich so weit tieferlegen würde. Auf einem Wasserkasten stand sie zwar dann wieder besser da, aber das Federbein wollte sich nicht rausziehen lassen.  Der Ausgleichbehälter des Federbeins war im Weg,  der restliche Ansaugtrakt musste also auch noch weg.  Das half schon etwas aber nach unten raus wollte es immernoch nicht. Luftfilterkasten auch noch extrahieren und nach oben versuchen…  Die zündende Idee kam dann doch noch.  Hinterrad anheben, so weit es geht. Dann stimmt der Winkel und das Federbein fällt fast von alleine raus.  Mannomann  – Profischrauber!  Jetzt konnte ich immerhin die Federvorspannung bequem auf Anschlag schrauben.

Jetzt wo das Federbein schonmal druaßen war kam ich ins ÜberlegenEin anderes, ordentliches Federbein wär zwar schön, würde aber den Wert des Motorrades vmtl verdoppeln, also vielleicht nur eine andere progressive Feder? Oder einfach so fahren wie es ist. Lässt sich viel Geld sparen und funktioniert sicher auch.

Zuletzt haben wir dann noch kurz Wastis alten XT500 Acerbis Tank hingehalten, um zu sehen ob er passen könnte. Dummerweise war eine der Befestigungsschrauben zernudelt und festgerostet, aber jetzt wollte ich ich es wissen.  Da wir keine Flex dabei hatten also mit der Eisensäge  schnell die Mutter zerschnitten – half aber auch ned. Zufällig kam Suses Vater vorbei und hat uns dann kurzerhand einen Dremel vorbeigebracht.

Das Ergebnis:   Der Tank passt leider nicht so recht. Hängt an zu vielen Stellen in der Luft und sitzt zum Ausgleich an den verkehrten Punkten auf. Schade eigentlich. Aber im Internet waren wir auf eine alten 30 Liter Acerbis Tank gestoßen der angeblich mit etwas Basteln passen würde. Vielleicht gibts den ja noch. Neu sind die Dinger ja leider unbezahlbar.

Jetzt brauchen wir „nurnoch“ einen Motorschutz, Handprotektoren und ein Gepäcksystem und einen großen Tank für Suses DR
und eine Vergaserüberholung und einen Bolzen fürs Federbein für Meine (falls der Motor wirklich Dicht sein sollte). Bei meinem Schraubertalent sollte ich von der Zylinderfussdichtung besser die Finger lassen.

 

Ein paar Anleitungen mit Tipps zum Kofferträger Eigenbau für Enduros

bei Possi
bei Phil
bei Rainers Outback Guide
ausführliche Bauanleitung für Alukisten und Kofferträger von Andreas

 

Nachtrag:

Nach ausführlichem Telefonat mim Stefan Heßler, der von einem Düsenaustausch abrät, da das nur Symptome und nicht die Ursache beheben würde und der mir gern n neuen Schieber verkauft, aber den als Fehlerursache ausschliessen würde versuch ich jetz den Schwimmerstand nachzumessen. Mit Geodreick scheint er zu stimmen und n Messschieber muss ich mir erst besorgen.

Wer ich mir vielleicht Suses Vergaser ausleihen und und ihn erst im ganzen einbauen und dann Stück für Stück austauschen bis ich das fehlerhafte Teil hab. Wird aber nervig nach jeder Änderung immer  den Vergaser ein und auzubauen – da geht dann als nächstes der Ansaugschnörpfel kaputt.

das könnten doch +- des erlaubten Millimeters die 14,7mm sein?

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