Chile Infos

 

Empfehlungen für Chile Motorrad-Reisende:

Die Landkarte von Reise Know How (6. Auflage von 2010) ist besonders im Seengebiet recht fehlerhaft. Ansonsten ist sie recht gut und wir haben noch keine bessere gesehen. Angeblich gibt es an einigen größeren Tankstellen einen guten Straßenatlas.
Es gibt so gut wie keine der Nord-Süd-Verbindungen zwischen den Seen.
Die Argentinien Karte ist zT, soweit sie Chile noch abdeckt sogar genauer.

GPS Karten:
Die Conosur V11 ist in Städten zB Valparaiso viel besser, die Mapear V9.6 allerdings sonst überall. Von beiden Karten gibt es regelmässige updates.

Die Benzinversorgung in Chile ist besser als in Argentinien und den Tankstellen geht nicht so häufig das Benzin aus. In Coihayque gab es allerdings in letzter Zeit Unruhen, als mehrere Tage kein Sprit erhältlich war.

Ersatzteile / Motorradwerkstätten:
Bei Motoaventura in Santiago S33 23.545 W70 33.300 und Osorno S40 34.887 W73 06.405 sind Heidenau K60 und andere Reifen erhätlich.
Bei San Jorge gibt es theoretisch den Mitas E07 http://www.sanjorgeonline.com/
In Coihayque gibt es einen gut sortierten Werkzeug & Ersatzteilladen (Zündkerzen/ Bosch Teile usw) S45 34.378 W72 04.104
In Puerto Natales habe ich eine neue Motorradbatterie bekommen S53 07.919 W70 52.733
In Punta Arenas gibts eh alles, aber nix is wirklich günstiger (trotz angeblich Zollfrei)
In Iquique gibt es hier einen angeblich guten Motorrad / BMW Schrauber
S20 12.793 W70 08.036

Motorradfahrer Treffs:
La Posta del Viajero en Moto in La Calera. S32 47.346 W71 10.948
Einmal Jährlich steigt hier mitte Januar, ca 120 km nördlich von Santiago de Chile ein großes Motorradtreffen. Das restliche Jahr über können Motorradreisende das Clubhaus der „Sin Fronteras“, nach vorheriger „Anmeldung“, als Anlaufstelle nutzen und hier übernachten. Vorbild ist das La Posta in Azul in Argentinien.

Nach Ort:

 

In Iquique kann man bei der Gleitschirmschule Zelten (gute Sanitäranlagen, schöne Aussicht, Schweizer Chef) S20 17.030 W70 07.480

Zwischen Iquique und Tocopilla gibt es an der Küste reichlich Möglichkeiten wild zu Zelten. Gutes Trinkwasser gibts auf der Strecke nirgends.

In San Pedro de Atacama gibt es relativ zentrumsnah einen Campingplatz an der Ecke Calama / Tocopilla ohne Wifi S22 54.793 W68 11.998
Wifi gibt es am Hauptplatz und manchmal an genau einer Stelle am Zeltplatz.
Die Tankstelle ist sehr gut versteckt, da helfen auch die Koordinaten kaum weiter S22 54.802 W68 11.930

Die Villa Kunterbunt in Valparaiso S33 01.877 W71 38.290 ist Backpackerfreie Zone. Hier treffen sich Motorradreisende und viele lassen sich bei der Verschiffung  Ihrer Motorräder von Martina helfen und von Enzo die Motorrad-Transportkisten bauen. Reservierung empfehlenswert und Hundepisse am Reifen darf euch auch nicht stören.

Nördlich von Santiago beginnt Kaktusland.  Zum Paso Aqua Negra sind wir recht bald von der Autobahn abgebogen und sind durchs recht warme, kakteenbewachsene Hinterland gefahren. Sicher abwechslungsreicher als die Autobahn. Erst gut geteert, dann schöne Schotterstrassen.
Ab Vicuna bis zur Grenzkontrolle in Juntas gut geteert, dann schöner Schotter bis auf 4776m (vmtl der 2. höchste Pass Südamerikas) Sehr schöne Farben! Einfach zu fahren, keine gemeinen Kehren.

Die Carretera Austral war überall toll.
Rechtzeitig Geld wechseln / abheben. Der Geldautomat in Futaleufu spuckt mit Visa Karte nix aus. Im Umkreis von 3 Tagen gibts allerdings keinen anderen Automaten!
Am Lago General Carrera war der Bootsausflug von Puerto Rio Tranquilo zu den Marmorhöhlen ganz nett. Mehrfach empfohlen wurde uns das Seitental, das von hier nach Westen nach Puerto Grosso geht.

Torres del Paine.
Nur wer dort einen der Rundtreks machen und wandern möchte braucht Eintritt zu bezahlen.
Am nordöstlichen Parkrand gibt es Campingplätze an der Laguna Verde und am Lago Azul für die noch kein Eintritt fällig wird und von wo auch kleine Wanderungen in den Park unternommen werden können. An der Laguna Armalga und am Rio del Paine am Wasserfall mit Blick auf die Torres kann wild gezeltet werden. Die ganze Gegend ist über die Sommermonate recht windig, sogar für patagonische Verhältnisse! Hier gibt es zahlreiche, recht wenig scheue Guanakos.

Gut gefallen hat uns das südliche Ende des Argentinischen Festlandes. Durch Punta Arenas durch und immer weiter nach Süden, bis der Weg endgültig aufhört und noch weiter. Hier gibt es nette Plätze zum wild Zelten direkt an der Magellanstrasse und eine schöne Rundwanderung zum Leuchtturm und durchs Hochmoor den Berg hoch. (Wander-Karte an Tourist Info in Punta Arenas erhältlich)

Feuerland hat uns auf der Chilenischen Seite viel besser gefallen als auf der Argentinischen.
Empfehlen können wir den Lago Blanco, den Lago Deseado S54 22.350 W68 45.854 und den Weg zum Lago Fagnano (keine Campingmöglichkeit) auf chilenischer Seite. (derzeit wird die Strasse dort nach Caleta Maria und nach Yendegaia am Beagle Kanal weitergebaut). Keine Infrastruktur, keine Touristen, kein Verkehr, viel Landschaft, wenig Zäune.

Grenzübergänge:
Der südlichste Grenzübergang zwischen Chile und Argentinien ist am Paso Bella Vista / Radman auf Feuerland und nicht ganzjährig geöffnet. Auch die Furt ist wahrscheinlich nicht immer für Motorräder geeignet. Mitte Januar war sie an der seichten Seite ca. 40 cm tief, kleinschottrig und ca. 10 m breit.
Die Grenzabwicklung von Chile nach Argentinien war unkompliziert, schnell und freundlich.

San Sebastian, der nördlichere Grenzübergang auf Feuerland ist recht verkehrsreich.
Auf Argentinischer Seite können Fahrradfahrer im Aufenthaltsraum kostenlos übernachten.
Zwischen den beiden Grenzen im Niemandsland gibt es einige geeignete Stellen zum wild Zelten.
Die Einreise nach Chile war recht übersichtlich und trotz einer langen Schlange recht schnell.
Die Importkontrolle erfolgte höflich und als Stichprobe in je einem unserer Alu-Koffer.

Punta Delgada an der Ruta 3:
Viel Verkehr, relativ zügig, sehr viel los.

Cancha Carrera – Cerro Castillo:
Sehr wenig Verkehr, freundliche Beamte, auf Chilenischer Seite wird das Gepäck geröntgt, Die Alu Kisten konnten am Motorrad verbleiben und wurden nicht Kontrolliert.

Chile Chico – Los Antiguos
Sehr wenig los, freundlich. Bei der Einreise nach Argentinien wurde unsere Motorrad Haftpflicht Versicherung kontrolliert. Ein anderes Pärchen durfte ohne Versicherung nicht einreisen und musste zu Fuss in den Ort laufen.

Futaleufu:
kleiner Grenzübergang, auf argentinischer Seite deutschstämmiger Chef. In Chile bei Einreise Stichproben in Alu Koffern auf Lebensmittel. Kurz vor Argentinischer Grenze windgeschütze Campingmöglichkeit im Wald am Fluss an der Brücke.

Villa La Angostura – Puyehue
Unser bislang unangenehmster Grenzübergang. In der Saison extrem viele Reisende, lange Schlangen. Argentinische Seite schlecht ausgeschildert welche Schalter in welcher Reihenfolge, Stempel und Formulare vergessen, noch langsamer als sonst.
Chilenische Seite besser organisiert aber extrem unangenehme Nahrungsmittelkontrolle. Alle Packsäcke, Rucksäcke und ALu-Kisten penibel kontrolliert, unsanft Zeug rausgezerrt. Dabei haben wir gelernt: Linsen dürfen nicht eigeführt werden, Reis schon. Mussten keine Strafe zahlen.

Der Grenzübergang zwichen Mendoza und Santiago, dem  Los Libertadores am Christo Redentor hat einen besonders schlechten und unkompetenten Ruf, nachzulesen bei den Krad Vagabunden.

Am Paso Agua Negra herrscht an den Grenzposten eine sehr entspannte Atmosphäre da nur wenige Reisende hier vorbeikommen. Die Ausreise war in wenigen Minuten erledigt, lediglich den letzten Kontrollposten mussten wir erst vom „Mittagsschlaf“ wecken. Der Argentinische Posten ist in Las Flores, dort gibt es auch eine Tankstelle

Am Paso de Jama herrscht eine entspannte  Atmosphäre und die argentinische Beamtin war die erste die das Computersystem beherrschte. (Dabei stellte sie fest dass unsere Motorräder bereits 3 mal nicht als „ausgereist“ deklariert worden waren….). Die Einreisestempel für Chile gibt es in San Pedro de Atacama.

Bei uns wurde bislang an keinem einzigen Grenzübertritt nach Chile der Tankrucksack oder die Jackentaschen kontrolliert.

Reifen sind in Chile billiger als in Argentinien, Kettensätze angeblich in Argentinien, Motoröl ist in Chile etwas günstiger.

In Chile gibt es nur löslichen Kaffee

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