Mai 162018
 

Die letzten Wochen vor der geplanten Abreise werden doch nochmal ganz schön stressig. Da der März noch ziemlich nass und kalt ist, verlegen wir die geplante Schrauberei in den April. Ich hab dann eh schon frei (Urlaub- und Überstundenabbau) und Axel auch die meiste Zeit. Aber mal ehrlich: die Vorbereitung unserer Motorräder schluckt ne Menge mehr Zeit als gedacht. So kommt es, dass Axel erst jetzt merkt, dass sein Federbein leicht inkontinent ist. Wäre es nur wegen einem 3-Wochen-Urlaub, würde er sich deswegen keine Sorgen machen, aber bei einem ganzen Jahr ist das doch was anderes… Ein neues Federbein ist zu teuer aber es findet sich eine Werkstatt, die ein kaputtes aus dem Keller so kurzfristig noch reparieren kann. Wenn schon denn schon, dann bestellen wir für Axels DR auch hinten und vorne noch härtere Federn dazu, er fährt ja auch mit schwererem Gepäck.

2 Tage bevor unsere Zwischenmieter einziehen, haben wir immernoch so gut wie nichts aus unserer Wohnung ausgeräumt… Also machen wir so richtig Endspurt. Die Moppeds sind – bis auf Axels Federbein – so weit fertig, die Wohnung ist Samstag Mittag bis auf ein paar „Kleinigkeiten“ (die sich dann fast noch bis zum Abend hinziehen) leer. Dann -ENDLICH! -kommt das ersehnte Päckchen. Die bestellten Ersatzteile und die härtere Feder sind drin – aber kein Federbein!!! Aargh! Und was jetzt? Heute Samstag, da ist keiner in der Werkstatt, Dienstag ist Feier- und Montag Brückentag. Wir finden evtl. erst Mittwoch raus, was da schief gegangen ist. Jetzt aber – viel später als geplant – erstmal zu meinem Vater zum Abschiedsgrillen, morgen sehen wir weiter.

Am Sonntag bauen wir dann noch die neuen Gabelfedern ein und richten endlich unser Werkzeug und den letzten Klimbim, den wir noch so mitnehmen wollen. Nach einer weiteren Abschiedsrunde mit meiner besten Freundin und meiner Mom und einer weiteren Übernachtung bei meinem Vater machen wir uns am Montag Morgen dann  Richtung München auf den Weg. Der Mechaniker hat sich doch noch gemeldet, die Kolbenstange des Federbeins war so vermackt, dass er sie polieren lassen muss, leider dauert das auch wieder. Aber er kann es ja auch nach München schicken, zu unserer nächsten Station.

So richtig losfahren ist das aber noch nicht. Montag Abend steht das Abschiedsfest mit Axels Münchner Freunden an, es kommt ein Haufen Leute und es ist echt schön, sie alle nochmal zu sehen. Und dann heißt es warten. Es ist ja nicht so, dass das kaputte Federbein das Einzige ist. Mein Visumsantrag für Indien liegt inkl. Reisepass mit meinem Russland- und Pakistanvisum immernoch bei der Behörde. Axels Visum kam schon vor 2 Wochen. Hmmm!

Einen schönen Nebeneffekt hat die Warterei aber doch: Mein Seitenständer ist noch viel zu kurz, den muss ich noch verlängern. Dafür fahren wir zu Moni und Christian, die ein Schweißgerät haben. Als wir ankommen fragt Moni, ob ich nicht einfach ihren Seitenständer einbauen will. Ihre DR650 läuft eh grad nicht und steht die meiste Zeit nur rum. Top! Als Dreingabe kriegen wir noch einen Kontakt in Krakau, mit dem wir uns gleich mal auf ein Bier verabreden.

Freitag Morgen ist weder Visum noch Federbein da. Ich erfahre auf Nachfrage, dass mein Antrag immernoch nicht bearbeitet ist und mein Visum „vielleicht Ende nächster Woche fertig ist“. Aber immerhin haben wir eine Versandbestätigung fürs Federbein. Aber wie soll es anders sein – es wurde an unsere alte Adresse geschickt. Zum Glück sind unsere Zwischenmieter zu Hause und so nett, das Päckchen anzunehmen. Dank Facebook – Aufruf findet sich sogar noch jemand, der am Abend von Sindelfingen nach München fährt und uns das Päckchen und meinen Zweitpass mitbringt. Wir haben nämlich beschlossen, dass es keinen Sinn mehr macht, noch länger in München auf das Indienvisum zu warten, sondern dass wir uns den Pass dann irgendwohin ins Baltikum nachschicken lassen. Haben schließlich schon genug Zeit vertrödelt.

Der Samstag geht dann noch komplett für den Federbeintausch drauf. Was wir leider nicht bedacht hatten: die neue Feder hat einen größeren Außendurchmesser und scheuert jetzt an der Verbindungsschelle zwischen Krümmer und Auspuff. Verbiegen lässt sich am Auspuff an der Stelle nix. So ein Glück, dass ich meinen kleineren Zubehörauspuff dran gelassen hab! Der verläuft n bissle anders und passt daher zum Glück zu Axels größerer Feder. Bauen wir den halt auch noch um. Mannomann, in den letzten Wochen haben wir jetzt dann wirklich das komplette Mopped zerlegt (manches auch mehrfach).

Aber Sonntag ist es dann tatsächlich soweit, man mag es nicht glauben: wir sind abfahrbereit.

Mongolei, wir kommen – vielleicht…

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