Dez 092018
 

Kennt Ihr das auch? Jedes Jahr Weihnachten ist das Konto wieder so unangenehm voll, weil der Arbeitgeber ungefragt einfach Weihnachtsgeld überweist. Oder weil Ommi den lieben Enkeln mit „ner Kleinigkeit“ was Gutes tun will. Wir haben hier eine schöne Abhilfemaßnahme, an dieser Stelle möchten wir Euch ein Projekt in Nepal ans Herz legen, bei dem Spenden auch tatsächlich zu 100% ankommen:

Vor gut einem Jahr erfuhr unser Kumpel Otto, der sich des öfteren in Nepal rumtreibt, vom heftigen Schicksal einer Familie: der Vater nach einer Hirn-OP im Koma, die Mutter Krebs im fortgeschrittenen Stadium, die 4 Kinder womöglich in wenigen Wochen oder Monaten Vollwaisen. Da Otto schon länger Kontakt zu einer Schule in Kathmandu hat, konnte er das Mädchen und die drei Jungs dort unterbringen, allerdings musste er versprechen, möglichst schnell Paten für sie aufzutreiben, was ihm auch gelungen ist.  So müssen sich die 4 Geschwister vorerst wenigstens keine Sorgen um Unterkunft und Ausbildung machen, landen nicht auf der Straße, oder enden im schlimmsten Fall als Prostituierte oder „Sklaven“. Im Gegenteil: sie können ihre Zukunft nach der Schule selber in die Hand nehmen.

Dies ist nur einer von vielen Erfolgen – Die Kailash Bodhi Schule nimmt neben ihren „normalen“ Schülern Kinder aus ärmsten Familien auf, die es teils nicht einmal schaffen, alle Kinder mit Nahrung zu versorgen. Da diese oft weit weg in den Bergen leben, werden die Kinder im schuleigenen „Hostel“ untergebracht, betreut und verpflegt. Außerdem bemüht sich die Schule die tibetische Kultur uns Sprache zu erhalten. Um das zu finanzieren arbeitet die Schule schon seit vielen Jahren unter anderem mit dem „Förderkreis Patenschulen“ bei uns aus der Gegend zusammen, der für diese Kinder Patenschaften vermittelt. Auch wir waren von dem Projekt so angetan, dass wir seit etwa einem Jahr ebenfalls ein „Patenkind“ unterstützen und da wir schon mal in der Nähe waren, haben  wir der Schule natürlich einen Besuch abgestattet und uns dort umgesehen.

2015 war ein furchtbares Jahr für Nepal, mehrere Erdbeben haben die Gegend um Kathmandu erschüttert, viele Menschenleben gefordert und noch mehr Existenzen zerstört. Viele Häuser stürzten ganz oder teilweise ein und waren nicht mehr bewohnbar. Auch die Kailash Bodhi Schule hat es getroffen: 2 der 3 Schulgebäude waren so schwer beschädigt, dass die Regierung aus Sicherheitsgründen deren Nutzung verbot und sie abgerissen werden mussten. Dank einigen Internationalen Hilfsorganisationen konnte 2017 mit einem Neubau des Schulgebäudes begonnen werden. Ca. ein Viertel der Gesamtsumme hat die Kailash Bodhi School über einen Bankkredit selbst finanziert. Jetzt im November 2018 ist das neue Gebäude so gut wie fertig, im Erdgeschoss werden sogar schon die Klassen 1-3 unterrichtet, damit die Kinder nicht mehr in den staubigen, im Sommer heißen, im Winter zugigen Wellblechcontainern lernen müssen. Die drei Obergeschosse sollen noch dieses Jahr fertig gestellt und im Januar bezogen werden. (Ja, BER, sowas gibts!) Ein Riesenerfolg, wie wir finden!

Aber noch ist nicht alles eitel Sonnenschein:

Das Wasserfiltersystem der Schule ist z.B. sehr alt und funktioniert nicht mehr richtig, eine Neuanschaffung ist aufgrund der klammen finanziellen Mittel aber gerade nicht möglich. Für 150.000 NPR, umgerechnet etwa 1200€ könnte die Schule das Filtersystem erneuern.

 

Wenn also gerade mal wieder Euer Konto vor lauter Weihnachtsgeld überläuft, schaut doch mal beim Förderkreis Patenschulen vorbei und spendet unter dem Betreff „Nepal-Wasser-Filter“ (IBAN: DE78 6406 1854 0603 2930 00).
Oder noch besser: unterstützt die Kailash Bodhi School dauerhaft mit einer Patenschaft.

 

Dass Nepal nicht gerade zu den reichsten Ländern der Erde gehört, dürfte dem einen oder anderen bekannt sein. Leider bedeutet das u.a., dass es nicht jedem Kind vergönnt ist, regelmäßig zur Schule gehen zu können. Eigentlich gibt es eine allgemeine Schulpflicht bis einschließlich zur 8. Klasse, dennoch besuchen laut staatlicher Schätzung ca. 12% der Kinder gar keine Schule. Auch beim Besuch einer öffentlichen Schule – die eigentlich kostenlos sein sollte – entstehen immernoch Kosten, die die allerärmsten Familien einfach nicht aufbringen können. Eine staatliche Unterstützung dieser Familien gibt es nicht. Dazu kommt, dass einige öffentliche Schulen, vor allem im dünn besiedelten Hochland, sehr schlecht ausgestattet sind. Sei es mit Lernmitteln oder mit motivierten Lehrern.
Ein Beispiel: Im Dorf, in dem die heutige Direktorin aufgewachsen ist, hatte die Dorfschule nur etwa einen Monat im Jahr geöffnet. Der einzige festangestellte Lehrer hatte in der restlichen Zeit einfach zu viel auf seinen Feldern zu tun, auch die Schüler wurden häufig von den Eltern zur Feldarbeit benötigt. Die restlichen 11 Monate im Jahr diente das Schulgebäude als Kuhstall. So kamen die Kinder des Dorfes zwar offiziell zu ihren 8 Jahren Schulbesuch, aber was da an Bildung bei rüber gekommen ist, kann man sich denken…
Die private Kailash Bodhi School in Kathmandu mit ihren beiden Ablegern in den abgelegenen Gebirgstälern Simikot und Jumla will auch Kindern aus eben diesen ärmsten Familien eine Chance auf Bildung und damit eine bessere Zukunft sichern. Von den insgesamt 860 Schülern in Kathmandu werden etwa 110 durch die Schule selbst mitfinanziert, d.h. sie müssen nicht einmal die vergleichsweise moderaten Schulgebühren bezahlen. Diese 110 Schüler stammen aus der Nachbarschaft der Schule. Aber auch oder gerade Kinder aus abgelegenen Regionen des Landes benötigen Unterstützung. Etwa 80 solcher Kinder leben zurzeit im angegliederten Internat, ihre Unterbringung, Verpflegung und Schulbesuch werden durch Patenschaften finanziert. Diese Patenschaften vermittelt der Förderkreis Patenschulen.

 

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