{"id":3095,"date":"2013-03-27T20:54:25","date_gmt":"2013-03-27T19:54:25","guid":{"rendered":"http:\/\/www.durch-die-welt.de\/?p=3095"},"modified":"2013-03-27T20:54:25","modified_gmt":"2013-03-27T19:54:25","slug":"cartagena-abschied-von-kolumbien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.durch-die-welt.de\/index.php\/cartagena-abschied-von-kolumbien\/","title":{"rendered":"Cartagena &#8211; Abschied von Kolumbien"},"content":{"rendered":"<p>Fast zwei Wochen k\u00f6nnen wir uns von unserer Tropen Idylle nicht losrei\u00dfen.\u00a0 Alle paar Tage m\u00fcssen wir ins n\u00e4chste Dorf, um unsere Essensvorr\u00e4te aufzufrischen und Trinkwasser zu kaufen. Ansonsten faulenzen wir den lieben langen Tag im Schatten der Kokospalmen.\u00a0 Abends und morgens m\u00fcssen wir uns gegen die auch hier vorhandenen Sandfliegen die Beine einschmieren, oder schlicht in der H\u00e4ngematte bleiben &#8211; so hoch fliegen die Biester hier nicht. [singlepic id=2163 w=320 h=240 float=left] Gekocht wird auf einem offenen Lehmofen, der auf dem Tisch in der K\u00fcchen &#8211; Palm &#8211; H\u00fctte steht und f\u00fcr den wir flei\u00dfig Schwemmholz am Strand sammeln. Obwohl wir gen\u00fcgend Feuerholz h\u00e4tten, verzichten wir die ersten Abende sogar auf ein w\u00e4rmendes Lagerfeuer am Strand. Lediglich an den Wochenenden kommen f\u00fcr ein zwei N\u00e4chte ein paar wenige einheimische Touristen vorbei, st\u00f6ren aber unsere Einsamkeit nicht weiter. Da die Wellen im Meer zu hoch zum Baden sind und sich nicht mal die Fischer raus wagen, baden wir nur alle paar Stunden in der Lagune hinterm Haus um uns wenigsten etwas abzuk\u00fchlen. Unangenehm wird es erst Nachts, wenn der leichte Wind nachl\u00e4sst und wir von den salzfeuchten H\u00e4ngematten ins Zelt umziehen. Ein paar Mal kommen traditionell lebende <a href=\"http:\/\/www.sebra.de\/aktuelles\/kogui.html\">Kogui <\/a>Indianer vorbei und lassen sich von unserem Wirt etwas zu essen machen. Uns fragen sie unaufdringlich nach unseren leeren und vollen Wasserflaschen und etwas Brot. [singlepic id=2177 w=320 h=240 float=right] Einen Tag raffen wir uns auf und fahren in kurzen Hosen und T-Shirt ins fast 80 km entfernte Riohacha. Hier gibt es den n\u00e4chstgelegenen Geldautomaten und Internet. Bisher sind wir immer in voller Montur gefahren, aber bei \u00fcber 40 Grad und hoher Luftfeuchte sind die schweren Motorradklamotten einfach nicht auszuhalten.\u00a0 Auf dem R\u00fcckweg besuchen wir dann noch eine Way\u00fau Indianerfamilie in ihrem &#8222;Reservat&#8220;, bei der wir uns schon am Tag zuvor eine handgekn\u00fcpfte H\u00e4ngematte (<a href=\"http:\/\/www.colombia.travel\/de\/internationaler-tourist\/reisen-aktivitaten\/geschichte-und-tradition\/kunsthandwerk\/kolumbianische-gewebearbeiten\/los-tejidos-wayuu\">Chinchorro <\/a>&#8211; Hamaca) und eine traditionelle Umh\u00e4ngetasche (Mochilla) ausgesucht haben.<br \/>\nDa das Ende unserer Reise unaufhaltsam n\u00e4her r\u00fcckt m\u00fcssen wir unseren Strand aber irgendwann lebwohl sagen.<br \/>\nNach den paar Tagen in der Salzluft haben sich an den Motorr\u00e4dern sogar an den verchromten Tauchrohren der Federgabeln Rostpickel entwickelt. Nach dem Ausflug durch die Salzpf\u00fctzen am Uyuni hatte sich erstaunlicherweise nirgends Rost gebildet.<\/p>\n<p>In Santa Marta treffen wir uns noch einmal mit Sander Gielen, der uns den R\u00fccktransport von Suses Motorrad organisieren wird und daf\u00fcr einige Vollmachten von ihr braucht. Nach einiger Suche landen wir wieder in unserem Hostal in Taganga &#8211; der Campingplatz in El Rodadero\u00a0 l\u00e4sst zu W\u00fcnschen \u00fcbrig, der Rest des Ortes besteht nur aus Hotelhoch\u00e4usern und in Santa Marta selber sind uns die Preise zu hoch. F\u00fcr mein Motorrad brauchen wir keinen R\u00fccktransport mehr. Ben hat sich wieder gemeldet und m\u00f6chte meine DR nun doch kaufen.<\/p>\n<p>Die letzten Tage in Kolumbien verbringen wir in Cartagena. Tags vegetieren wir im Schatten vor unserem Ventilator. Ohne die k\u00fchlende Brise vom Meer ist es hier unertr\u00e4glich. In der Sonne w\u00fcrden wir sofort zu Staub zerfallen. Unser Hostal hat keine Klimaanlage, aber krank werde ich trotzdem. Zwei Tage liege ich mit Fieber auf dem Bett und schwitze.\u00a0 Nachts noch 36 Grad machen die Sache nicht besser und mein K\u00f6rper schafft es einfach nicht seinen Temperaturhaushalt wieder zu regulieren. Auch die k\u00fchle Dusche verursacht nur immer neue Sch\u00fcttelfrostattacken. Suse muss ihr Mopped also ganz allein versandfertig und meine DR verkaufsfertig machen.\u00a0 Bei mir kommt ihre noch bessere Kette drauf und in ihre Alu Boxen muss pl\u00f6tzlich das Gep\u00e4ck von uns beiden.<br \/>\nDank Sanders Hilfe als Agent m\u00fcssen wir uns immerhin nicht um den Versand k\u00fcmmern und nur hin und wieder etwas unterschreiben.\u00a0 Das vereinfacht die ganze Sache schonmal immens. Als es mir wieder etwas besser geht kommen auch Werner und Claudi von ihrem Stahlratte Trip nach Panama wieder zur\u00fcck. Pl\u00f6tzlich ist halb Cartagena voller Motorrad Reisender und wir lernen an unseren letzten Tagen in S\u00fcdamerika mal wieder einige interessante Typen pers\u00f6nlich kennen.<br \/>\n[slideshow id=54]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Fast zwei Wochen k\u00f6nnen wir uns von unserer Tropen Idylle nicht losrei\u00dfen.\u00a0 Alle paar Tage m\u00fcssen wir ins n\u00e4chste Dorf, um unsere Essensvorr\u00e4te aufzufrischen und Trinkwasser zu kaufen. 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