{"id":2852,"date":"2012-08-19T23:56:23","date_gmt":"2012-08-19T21:56:23","guid":{"rendered":"http:\/\/www.durch-die-welt.de\/?p=2852"},"modified":"2012-08-19T06:48:42","modified_gmt":"2012-08-19T04:48:42","slug":"im-land-der-drogenbosse","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.durch-die-welt.de\/index.php\/im-land-der-drogenbosse\/","title":{"rendered":"Im Land der Drogenbosse"},"content":{"rendered":"<p>So gehts f\u00fcr uns also in das angeblich so gef\u00e4hrliche Land Kolumbien. Wir hatten schon vorher von anderen Reisenden aber fast nur Gutes geh\u00f6rt, die Leute sollen super freundlich sein und die Landschaft herrlich.<\/p>\n<p>[singlepic id=2028 w=590 h=430 float=right]Gleich am Einreisetag besuchen wir schnell noch das Wallfahrtsort Las Lajas, wo eine Basilika\u00a0in eine enge Schlucht hineingebaut ist, bevor wir uns in der Grenzstadt Ipiales eine Unterkunft suchen. Nur ein leckeres und g\u00fcnstiges Abendessen is nicht leicht zu finden, schlie\u00dflich wirds n 1\/4 Grillgockel f\u00fcr jeden von uns. Auf der anschlie\u00dfenden Suche nach ner Kneipe stellen wir erschrocken fest, dass die Biere hier ganz sch\u00f6n klein und mit ca. 1,20\u20ac vergleichsweise auch net ganz billig sind.<\/p>\n<p>Das Ziel f\u00fcr den ersten Tag in Kolumbien ist eigentlich Silvia &#8211; n\u00f6rdlich von Popay\u00e1n &#8211; wo am darauf folgenden Tag fr\u00fch morgens ein sch\u00f6ner Indianermarkt stattfinden soll. Die Strecke f\u00fchrt sch\u00f6n durch die Berge, w\u00e4ren die vielen LKW nicht, w\u00e4re das ein echter Motorradfahrertraum. Wir kommen immer weiter runter, die Temperaturen steigen.<br \/>\nLeider halten uns Kleinigkeiten wie ein ausgeh\u00e4ngter Gaszug und die 1 Million Kurven auf der Stra\u00dfe ziemlich auf, so dass wir schon l\u00e4ngst im Dunkeln fahren, bevor wir ca. 70km vor dem Ziel aufgeben und uns ein Zimmer am Wegesrand nehmen. Tags\u00fcber sollen die Haupt- Verbindungsstra\u00dfen in Kolumbien angeblich sicher sein. In etlichen Gebieten herrscht hier noch die FARC und zahlreiche Milit\u00e4rposten, besonders vor Br\u00fccken erinnern uns st\u00e4ndig daran. Wir sind noch kaum von den Moppeds gestiegen, als wir auch schon von einem Gast des benachbarten Kiosks n kaltes Bier in die Hand gedr\u00fcckt bekommen. So was lass ich mir doch gefallen!<\/p>\n<p>Popay\u00e1n beeindruckt uns am n\u00e4chsten Tag erstmal mit chaotischem Verkehr und viel Sonne. Nach einer recht erm\u00fcdenden Hostel &#8211; Suche g\u00f6nnen wir uns schlie\u00dflich ein Luxuszimmer f\u00fcr umgerechnet 25\u20ac, daf\u00fcr kriegen wir n riesiges Zimmer mit Blick auf die Plaza, ner Theke, K\u00fchlschrank und Breitbildfernseher. Die Stadtbesichtigung erledigen wir auf der &#8211; fruchtlosen &#8211;\u00a0 Suche nach ner W\u00e4scherei. Die oft ein- h\u00f6chstens zweist\u00f6ckigen wei\u00dfen Geb\u00e4ude aus der Kolonialzeit sind schon recht schick anzuschauen.<br \/>\nAbends in der Kneipe wieder: wir sitzen grad und trinken unser erstes Bier, da stehen auch schon 2 neue aufm Tisch, spendiert von einem Mann an der Theke. Wir setzen uns zu ihm und er h\u00f6rt gar nimmer auf, zu erz\u00e4hlen und uns neue Biere zu bestellen \ud83d\ude42 Ich glaub, das Land gef\u00e4llt mir.<\/p>\n<p>Ein bisschen vorkolumbianische Kultur m\u00fcssen wir uns jetzt endlich aber auch mal reinziehen, also begeben wir uns auf den Weg nach San Agust\u00edn, wo Steinskulpturen eines l\u00e4ngst verschwundenen indianischen Volks zu bewundern sind. Der Weg l\u00e4sst sich zun\u00e4chst gut an, doch dann d\u00fcrfen wir uns sch\u00f6n durch eine Unzahl von Baustellen qu\u00e4len, die wie hier \u00fcblich alle total morastig sind. Ich frag mich immer, wie die das schaffen &#8211; vor und nach der Baustelle ist es ja auch nur ein Erdweg, aber komplett fest und trocken. Und in der Baustelle versinkst Du bis zu den Kn\u00f6cheln im Schlamm. Naja, wir schaffens gut durch, zur Belohnung f\u00e4ngts auf dem n\u00e4chsten Pass an zu regnen. In San Agust\u00edn irren wir erstmal auf Hostelsuche durch die Stadt, fahren den steilsten Matschweg der Welt einmal hoch und wieder runter und nehmen dann doch das Hostel, in dem auch Heidi und Bernd schon waren.<\/p>\n<p>[singlepic id=2033 w=590 h=430 float=]<\/p>\n<p>Wir lassen uns die &#8211; uns zu teuren &#8211; Jeep-\u00a0 und Pferdetouren entgehen und erkunden zu Fu\u00df den gr\u00f6\u00dften arch\u00e4ologischen Park des Orts mit zig aus dem Stein gehauenen Skulpturen, haupts\u00e4chlich stellen sie Jaguarschamanen und Grabw\u00e4chter dar, die die hier bestatteten rangh\u00f6heren Mitglieder des von ca. 600 v Chr. bis zur Conquista hier lebenden Stammes sch\u00fctzen sollten.<\/p>\n<p>[singlepic id=2018 w=295h=215 float=left][singlepic id=2020 w=295 h=215 float=]<\/p>\n<p>Das Wetter ist auch wieder besser geworden und so kommen wir Tags drauf trocken bis zur n\u00e4chsten Kulturst\u00e4tte. In San Andr\u00e9s de Pisimbal\u00e1 k\u00f6nnen eine Reihe teilweise reich verzierte Schachtgr\u00e4ber besucht werden. Die Sch\u00f6pfer dieser Gr\u00e4ber &#8211; die sogenannte Tierradentro &#8211; Kultur &#8211; waren wohl irgendwie mit den Bewohnern San Agust\u00edns verwandt, die wenigen hier entdeckten Steinskulpturen sehen denen dort doch sehr \u00e4hnlich.<\/p>\n<p>[singlepic id=2036 w=295 h=215 float=left] [singlepic id=2048 w=270 h=195 float=]<\/p>\n<p>Jetzt reichts aber auch mal wieder mit Kultur! Wir gehen lieber im Dreck spielen: Der Weg zur\u00fcck von Tierradentro zur &#8222;Hauptstra\u00dfe&#8220; ist streckenweise wieder Baustelle mit lecker Matsch, im wieder einsetzenden Regen macht mir das so richtig Spa\u00df! Nach dem Pass wirds aber besser, nach nem Mittagessen am Stra\u00dfenrand kanns wieder auf Teer weitergehen nach Cali.<\/p>\n<p>[slideshow id=49]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>So gehts f\u00fcr uns also in das angeblich so gef\u00e4hrliche Land Kolumbien. Wir hatten schon vorher von anderen Reisenden aber fast nur Gutes geh\u00f6rt, die Leute sollen super freundlich sein und die Landschaft herrlich. 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