{"id":2485,"date":"2012-06-13T00:13:38","date_gmt":"2012-06-13T02:13:38","guid":{"rendered":"http:\/\/www.durch-die-welt.de\/?p=2485"},"modified":"2012-06-13T22:56:24","modified_gmt":"2012-06-14T00:56:24","slug":"machu-picchu-top-oder-flop","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.durch-die-welt.de\/index.php\/machu-picchu-top-oder-flop\/","title":{"rendered":"Machu Picchu. Top oder Flop?"},"content":{"rendered":"<p>Nach einigen sehr erholsamen\u00a0 Sonnen-Tagen auf der Campingwiese in Cusco raffen wir uns doch noch zu einem Stadtbummel auf. Mein seit dem Colca Canyon schmerzendes Knie ist zwar alles andere als erfreut aber es hilft ja nix. Cusco is ganz nett, ein halber Tag reicht uns Kulturbanausen aber v\u00f6llig. F\u00fcr den Abend sind wir noch im Norton`s Rat, einem Motorrad Pub an der Plaza mit Bruno verabredet, der f\u00fcr overcross in Peru <a title=\"Motorradreise durch Peru\" href=\"http:\/\/www.overcross.com\/de\/tour\/view\/id\/523\" target=\"_blank\">Motorradreisen<\/a> durchf\u00fchrt. Nach einem ausf\u00fchrlichem Kneipenbummel von Happy Hour zu Happy Hour vertagen wir unsere f\u00fcr den n\u00e4chsten Morgen geplante Abfahrt noch einmal und grillen uns am abendlichen Lagerfeuer daf\u00fcr lieber nochmal ein geniales St\u00fcck Bife.<br \/>\n[singlepic id=1727 w=300 h=200 float=left] [singlepic id=1730 w=300 h=200 float=]Wir haben lange \u00fcberlegt ob wir uns Machu Picchu wirklich antun sollen, aber da die Selbstfahr Variante \u00fcber Santa Maria und Santa Teresa schonmal die teure Zugfahrt erspart, wollen wir es hinten rum versuchen.<\/p>\n<p>Wir kommen mal wieder erst gegen Mittag los. Auf dem Weg ins Heilige Tal kommen wir noch an einigen Inka Ruinen vorbei. In Tambomachay, einem Inka Wasser Heiligtum machen wir kurz Stop, verzichten aber dann doch auf eine Besichtigung, da ein Eintritt nur mit dem teuren Cusco-Tourist-Ticket m\u00f6glich ist.\u00a0 Im extrem touristischen Ollantaytambo, dem Startpunkt der Zugstrecke nach Aguas Calientes finden wir ein g\u00fcnstiges Zimmer f\u00fcr die Nacht, aber nur mit M\u00fche auch ein bezahlbares Abendessen. Schon etwas paradox: Die \u00dcbernachtung kostet in etwa so viel wie zwei Tassen Cappucchino auf der Plaza de Armas.<br \/>\nAm n\u00e4chsten Tag erwartet uns dann daf\u00fcr eine der sch\u00f6nsten Motorradstrecken unserer bisherigen Reise.<\/p>\n<p>[singlepic id=1731 w=590 h=430 float=center]<\/p>\n<p>Der Abra Malaga ist frisch geteert und windet sich in unz\u00e4hligen gut zu fahrenden Kurven und Kehren von 2800m bis auf \u00fcber 4300m in die H\u00f6he. Sogar Suse, die bergauf normalerweise etwas verhaltener unterwegs ist, verf\u00e4llt in einen regelrechten Fahr-Rausch und klebt mir am Hinterrad. Kurz vor der Passh\u00f6he beginnen dann exakt beim Schild &#8222;Zona de Neblina&#8220; die Wolken und es ist auch bitter kalt, aber wenige Kurven und H\u00f6henmeter sp\u00e4ter tauchen wir wieder hinab in das n\u00e4chste tropische Tal.<\/p>\n<p>Ab Santa Maria ist dann Schlu\u00df mit Teer. Holprig geht es\u00a0 auf einer schmalen Piste weiter nach Santa Teresa. \u00c4hnlich wie auf der Stra\u00dfe des Todes klebt die Piste regelrecht an der Felswand. Links der Abgrund, von rechts immer wieder Erdrutsche und enge Kurven hinter denen hin und wieder Gegenverkehr lauert. Immer sch\u00f6n hupen! Es ist nicht mehr all zu weit aber einige Wasserdurchfahrten halten uns auf und so erreichen wir unseren Campingplatz &#8222;Cola de Mono&#8220; erst kurz vor D\u00e4mmerung und bis wir nach unserem wohlverdienten Begr\u00fc\u00dfungsbier unser Zelt aufstellen ist es stockfinstere Nacht.<\/p>\n<p>[singlepic id=1719 w=590 h=430 float=center]<\/p>\n<p>Der <a title=\"Cola de Mono\" href=\"http:\/\/www.canopyperu.com\/\" target=\"_blank\">Cola de Mono<\/a> ist nur nebenher ein Campingplatz f\u00fcr Motorradreisende. Haupts\u00e4chlich gibt es hier eine gro\u00dfe Canopy (Flying Fox \/ Zipline) Anlage.<br \/>\nAm n\u00e4chsten Tag sollten wir dann eigentlich bei einer Gruppe im Bus bis nach Hidro Electrico mitfahren k\u00f6nnen. Leider vergessen sie uns aber Bescheid zu sagen und so f\u00e4hrt der Bus ohne uns woraufhin wir ein Taxi f\u00fcr die 10 km spendiert bekommen. Ab dem Kraftwerk laufen wir f\u00fcr knapp 10 km immer entlang den Gleisen nach Aguas Calientes. Hier gibt es die vermutlich h\u00f6chste Pizzerien-Dichte weltweit und wir entscheiden uns gekonnt f\u00fcr die falsche, aber der Hunger treibts nei und der Geiz b&#8217;h\u00e4lts drin, wie &#8222;der Schwabe&#8220; so sch\u00f6n sagt. Abgesehn davon wollen sie uns bei der Rechnung noch abzocken und schlagen 20% Local Tax drauf. Das w\u00e4r hier so \u00fcblich bekommen wir auf Nachfrage zur Antwort!! Verlangen k\u00f6nnen sie ja was sie wollen, aber zahlen m\u00fcssen wir das deswegen noch lange nicht!<\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Morgen lassen wir uns um 6 Uhr wecken und nehmen einen der sauteuren Busse hinauf nach Machu Picchu, aber mit meinem l\u00e4dierten Knie kann ich weder bergauf noch bergab laufen. Zuerst gehen wir zum obligatorischen\u00a0 Aussichtspunkt um p\u00fcnktlich\u00a0 zum Sonnenaufgang &#8222;das&#8220; Foto von der Stadt zu machen und entfliehen dann dem Trubel und wandern erstmal gem\u00fctlich zur Puente del Inca bevor wir es uns, bei einer ph\u00e4nomenalen Aussicht, auf einer der Grasterrassen\u00a0 gem\u00fctlich machen und gen\u00fcsslich unser Fr\u00fchst\u00fcck picknicken.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"https:\/\/www.durch-die-welt.de\/wp-content\/gallery\/machu-picchu\/p1050293.jpg\" alt=\"\" width=\"540\" height=\"720\" \/><\/p>\n<p>Dann st\u00fcrzen wir uns ins Gew\u00fchl und dr\u00e4ngen uns auf dem schlecht ausgeschilderten Rundweg durch die Ruinen. Trotz des horrenden Eintrittspreises haben es die Peruaner nicht n\u00f6tig, am Eingang wenigstens einen \u00dcbersichts-Plan zu verteilen und so behelfen wir uns mit der Beschreibung in unserem Reisef\u00fchrer. Kurzzeitig folgen wir einer deutschen Touri Gruppe aber deren Guide hat reichlich Phantasie und erz\u00e4hlt immer ausschweifend seine Meinung, die meist im Gegensatz zu wissenschaftlichen Erkenntnissen steht, wie er selbst betont.\u00a0 Da wir noch einen langen R\u00fcckweg vor uns haben fahren wir bereits kurz nach Mittag wieder runter und lassen uns an der Br\u00fccke rausschmeissen. Dass ich mein K\u00e4ppi im Bus liegen lasse steigert meine Laune auch nicht unbedingt. Wir haben aber Gl\u00fcck und sind nur kurz nach dem letzten Zug in Hidro, so dass wir ein Taxi finden, das uns f\u00fcr ein paar Soles mit zur\u00fcck zu unserem Campingplatz nimmt.<\/p>\n<p>Fazit:<br \/>\nMachu Pichu muss man meiner Meinung nach nicht gesehen haben. Es gibt in der Gegend um Cusco zahlreiche andere Ruinen die schon im Vorbeifahren, zumindest was die ineinander gef\u00fcgten Steine betrifft, mehr hergemacht haben. Das sch\u00f6nste an Machu Picchu is der Blick von oberhalb, aber das allein ist den Eintritt bei weitem ned Wert.<br \/>\nDer Weg nach Santa Maria \u00fcber den Abra Malaga ist aber f\u00fcr Motorradfahrer auf jeden Fall ein Muss und neben dem Capovalle am Lago d&#8217;Idro jetzt mein zweiter Lieblingspass!<\/p>\n<p>[slideshow id=38]<\/p>\n<div>[spoiler show=&#8220;Infos zu Machu Picchu und zur Anfahrt \u00fcber Santa Teresa:&#8220;]Von Cusco aus geht es zun\u00e4chst ins Heilige Tal nach Urubamba, dann weiter nach Ollantaytambo. Die Strecke \u00fcber den Abra Malaga \u00fcber Santa Maria bis Santa Teresa sollte trotz der bis Santa Maria frisch geteerten Stra\u00dfe nicht untersch\u00e4tzt werden und die letzten 30 km bis Santa Teresa dauern auch ihre Zeit. Entweder in Cusco sehr fr\u00fch losfahren oder sp\u00e4testens in Ollantaytambo \u00fcbernachten und dann immernoch fr\u00fch aufbrechen. (g\u00fcnstige Hospedaje S13 15.618 W72 15.756)In Santa Teresa k\u00f6nnt Ihr Motorrad und Zelt am Cola de Mono Camping stehen lassen. (S13 08.469 W72 36.567)<br \/>\nF\u00fcr Machu Pichu empfehle ich erst noch eine \u00dcbernachtung in Aguas Calientes um m\u00f6glichst fr\u00fch auf dem Berg zu sein und so dem schlimmsten Touri Massen zu entgehen.Von Santa Teresa geht es zun\u00e4chst nochmal 10km nach Hidro Electrica. Dort kann man laut Panny bei einem Bauern das Motorrad (auf jeden Fall tags\u00fcber) f\u00fcr ein kleines Trinkgeld unterstellen S13\u00b010.443 W072\u00b033.917. Wir haben uns die Fahrt nach Hidro beim Cola de Mono organisieren lassen und h\u00e4tten bei einer anderen Gruppe im Kleinbus mitfahren k\u00f6nnen. Ein Taxi kostet angeblich 30 Sol (pro Taxi). Von Hidro kann man dann entweder mit dem Zug weiterfahren oder die ca 10km entlang der Gleise zu Fu\u00df entlanglaufen (2 &#8211; 2 1\/2 Stunden) Die Strecke geht sch\u00f6n durch den Urwald am Flu\u00df entlang. Der Zug f\u00e4hrt morgens um 7:54 und Mittags nocheinmal und kostet f\u00fcr Ausl\u00e4nder 50 SolDoppelzimmer mit Bad gibt es in Aguas Calientes ab 15 Sol \/PersonAuf den Machu Picchu kann man zu Fu\u00df hochsteigen ca 1 1\/2 Stunden oder mit dem Bus fahren. (rauf und ruter kosten 17,- US $)Es gibt 3 Verschiedene Eintrittskarten. Nur f\u00fcr die Ruinenstadt oder f\u00fcr je einen der beiden angrenzenden Berge. Die Karten gibt es auf der Plaza de Armas in Aguas Calientes in der Tourie Info f\u00fcr 126 SolAuf dem R\u00fcckweg kann man sich vom Busfahrer bei der Br\u00fccke absetzen lassen und spart sich so nochmal ca. 2 km Fussmarsch.<\/p>\n<p>Wenn man gegen 14:30 wieder in Hidro Electrica ankommt findet man sicher ein Taxi f\u00fcr 5 Sol nach St. Teresa, da die Taxis und Colectivos dann gerade Fahrg\u00e4ste zum Mittagszug gebracht haben.<\/p>\n<p>\u00dcbernachtung, Abendessen, Eintritt, Busfahrt und Taxi zur\u00fcck haben uns also immernoch ca. 60\u20ac gekostet. Ein Mittagessen kostet in Peru im Vergleich nur etwa ein &#8211; zwei Euro!<\/p>\n<p>[\/spoiler]<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach einigen sehr erholsamen\u00a0 Sonnen-Tagen auf der Campingwiese in Cusco raffen wir uns doch noch zu einem Stadtbummel auf. Mein seit dem Colca Canyon schmerzendes Knie ist zwar alles andere als erfreut aber es hilft ja nix. Cusco is ganz nett, ein halber Tag reicht uns Kulturbanausen aber v\u00f6llig. F\u00fcr den Abend sind wir noch <a href='https:\/\/www.durch-die-welt.de\/index.php\/machu-picchu-top-oder-flop\/' class='excerpt-more'>[&#8230;]<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[13,262],"tags":[268],"class_list":["post-2485","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-travelstorys","category-peru","tag-machu-picchu","category-13-id","category-262-id","post-seq-1","post-parity-odd","meta-position-corners","fix"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.durch-die-welt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2485","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.durch-die-welt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.durch-die-welt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.durch-die-welt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.durch-die-welt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2485"}],"version-history":[{"count":16,"href":"https:\/\/www.durch-die-welt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2485\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2499,"href":"https:\/\/www.durch-die-welt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2485\/revisions\/2499"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.durch-die-welt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2485"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.durch-die-welt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2485"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.durch-die-welt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2485"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}