{"id":2447,"date":"2012-05-29T10:22:05","date_gmt":"2012-05-29T12:22:05","guid":{"rendered":"http:\/\/www.durch-die-welt.de\/?p=2447"},"modified":"2012-06-26T20:48:54","modified_gmt":"2012-06-26T22:48:54","slug":"titicaca-see-arequipa-und-colca-canyon","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.durch-die-welt.de\/index.php\/titicaca-see-arequipa-und-colca-canyon\/","title":{"rendered":"Titicaca See, Arequipa und Colca Canyon"},"content":{"rendered":"<p>Tja, die Todestra\u00dfe ist nicht ganz das Ende der Pannen, Axel stellt fest, dass ich einen Teil meiner Tankaufh\u00e4ngung verloren hab. Wie, das bleibt mir ein R\u00e4tsel. In La Paz verbringen wir zwei Tage auf der Jagd nach Ersatz, dann kanns endlich weitergehen Richtung Peru. Nach Copacabana am Titicacasee kommt man auf bolivianischer Seite nur mit einer lustigen F\u00e4hre: diese K\u00e4hne sind aus ein paar dicken Bohlen zusammengezimmert und mit einem Au\u00dfenborder versehen.\u00a0[singlepic id=1676 w=320 h=240 float=left] Die knapp 500m \u00dcberfahrt dauern fast ne halbe Stunde und ist trotz kleiner Wellen ganzsch\u00f6n wackelig. Die restlichen 40km in die Stadt sind auf kurviger Stra\u00dfe schnell abgespult.\u00a0 Kaum in Copacabana angekommen steht auch schon Katharina vor uns: sie, ihr Freund Reto und J\u00f6rg, von dem wir bisher nur geh\u00f6rt hatten, sitzen grad in der Strandbar gegen\u00fcber und genehmigen sich ein Bier \ud83d\ude42\u00a0 Das h\u00f6rt sich doch f\u00fcr uns auch ganz gut an!<br \/>\nDen &#8222;Hausberg&#8220; der Stadt tun wir uns am n\u00e4chsten Tag an, hier gehts m\u00e4chtig steil \u00fcber Felsbl\u00f6cke auf einen Mirador von wo aus man einen sch\u00f6nen Blick \u00fcber den See, die Inseln darin und die Stadt hat.<br \/>\nAls Zugabe gibts noch einen gut versteckten Geocache und Abends das Endspiel des \u00f6rtlichen Muttertags-Frauen-Fussball-Turniers<\/p>\n<p>[media id=2 width=590 height=430]<\/p>\n<p>Die Ausfahrt auf die Islas del Sol und de la Luna sparen wir uns und machen uns jetzt wirklich auf nach Peru. Der Grenz\u00fcbergang ist einer der bisher entspanntesten. Am Ufer des Titicaca entlang fahren wir bis Puno, wo wir noch einen \u00dcbernachtungsstopp einlegen. Auch hier wollen wir dem Touri &#8211; Nepp entgehen und fahren nicht zu den so ber\u00fchmten schwimmenden Inseln. Hier wohnt zwar wohl ein ganz eigenes V\u00f6lkchen, die ganzen Ausfahrten dahin sollen aber reine Abzocke sein. Dann gehts weiter nach Arequipa, einer angeblich recht sch\u00f6nen Stadt. Der Weg dahin f\u00fchrt erst durch ein recht nettes Tal und dann wieder \u00fcbers Altiplano auf rund 4500m. Trotz Sonnenschein wirds wieder ganz sch\u00f6n frisch! In Arequipa erwischt uns erstmal der chaotische Verkehr und wir sind froh, als wir unser anvisiertes Hostel schon auf den zweiten Versuch erwischen. Es hat ne K\u00fcche, sodass wir uns tags drauf ein k\u00f6nigliches Fr\u00fchst\u00fcck zubereiten. Au\u00dferdem ne Dachterrasse auf der wir den ganzen ersten Tag herumlungern, in der Sonne braten und n bissle internetten. Au\u00dfer dem Catalina-Convent und der Plaza de Armas schauen wir uns aber von der Stadt gar nicht viel an, in letzter Zeit hatten wir wohl ausreichend St\u00e4dte auf dem Programm!<\/p>\n<p>[singlepic id=1680 w=310 h=230 float=right][singlepic id=1682 w=310 h=230 float=left] [singlepic id=1683 w=310 h=230 float=center]<\/p>\n<p>Das Championsleague &#8211; Finale tun wir uns aber noch an, allerdings sind alle anderen Zuschauer in dieser fu\u00dfballverr\u00fcckten Stadt Chelsea-Anh\u00e4nger und k\u00f6nnen jubeln.<\/p>\n<p>Was uns als n\u00e4chstes anzieht ist der Colca &#8211; Canyon. Er soll tiefer sein als der Grand Canyon, au\u00dferdem locken hier die Condore. Nur der Eintrittspreis von mittlerweile \u00fcber 20 EUR (!!!) schreckt ein wenig ab, wir wollen versuchen, um die Kontrollstationen drumrum zu kommen. Der Weg nach Chivay am Anfang des Canyons f\u00fchrt uns \u00fcber den bisher h\u00f6chsten Pass mit knapp 4900, hier m\u00fcssen wir uns mal wieder den A***h abfrieren&#8230; In Chivay noch schnell den ersten Kontrollposten abgewehrt (&#8222;wir wissen noch nicht ob wir bis zum Condor &#8211; Aussichtspunkt fahren&#8220; &#8211; &#8222;kein Problem, Ihr k\u00f6nnt auch morgen noch zahlen&#8220;) und schon sind wir am Rand des Canyons. Im Abendlicht bieten sich hier schon recht h\u00fcbsche Ausblicke, aber wir m\u00fcssen uns beeilen, wenn wir noch den vom Panny abgeguckten Schlafplatz bei Tageslicht erreichen wollen.<br \/>\n[singlepic id=1718 w=590 h=430 float=center]<br \/>\nKurz nach Sonnenuntergang schaffen wirs tats\u00e4chlich noch. Nachts ist wieder frieren angesagt, daf\u00fcr werden wir aber am n\u00e4chsten Morgen mit Sonnenschein und dutzenden Condoren belohnt. Die riesigen Viecher zeigen kaum Scheu und kommen auf wenige Meter heran. Man k\u00f6nnte meinen, dass sie Gefallen an ihrem Model &#8211; Dasein gefunden h\u00e4tten!<br \/>\n[singlepic id=1698 w=590 h=430 float=center]<br \/>\nAuf unserem fast ausgestorbenen Aussichtspunkt treffen wir nur noch eine Familie aus Pfullingen, die in ihrem Sprinter seit etwa 4,5 Monaten unterwegs ist. Nur knapp 200m weiter dr\u00e4ngen sich hunderte Touris, die mit Bussen herangekarrt wurden, auf dem ber\u00fchmten Mirador Cruz del C\u00f3ndor. Danke Panny f\u00fcr den guten Tipp!<\/p>\n<address><script type=\"text\/javascript\">var dmdEmbeds = dmdEmbeds || [];cHnUXf_w='600';cHnUXf_h='250';(function(){document.write('<' + 'div id=\"dmd_pano_cHnUXf\" style=\"width: 600; height: 250;\"><\/div' + '>');dmdEmbeds.push('cHnUXf');})();<\/script><script type=\"text\/javascript\" src=\"http:\/\/static.dermandar.com\/js\/embed.js.php?107.2.4\"><\/script><br \/>\nzum Schwenken klicken<\/address>\n<p>Wir sitzen noch bis mittags rum, schauen uns die noch sporadisch auftauchenden V\u00f6gel &#8211; u.a. auch riesige Kolibris &#8211; an und erledigen dann die restlichen 15km bis Cabanaconde. Von hier aus soll man sch\u00f6n bis auf den Grund des Canyons wandern k\u00f6nnen, das wird mal was ganz neues f\u00fcr uns: laufen, und das au\u00dferhalb von St\u00e4dten! Am n\u00e4chsten Morgen gehts los auf eine 3-t\u00e4gige Runde.<br \/>\n[singlepic id=1696 w=590 h=430 float=left]Ab dem Ortsausgang begleiten uns zwei vierbeinige &#8222;local guides&#8220;, die uns einfach nicht wieder verlassen wollen. Man merkt deutlich, dass wir nix gew\u00f6hnt sind, wir brauchen f\u00fcr die erste Tagesetappe deutlich l\u00e4nger als geplant. Es geht auf schmalen Eselswegen immer wieder steil bergab und bergauf, unterwegs \u00fcberholt uns ein \u00e4lterer Einheimischer quasi im Laufschritt&#8230; Die meisten D\u00f6rfer hier haben noch immer keine Zugangsstra\u00dfen und so m\u00fcssen alle Waren, die nicht selbst hergestellt werden, per Muli her transportiert werden. Auch Strom ist Mangelware, flie\u00dfend Wasser kommt aus den zahlreichen B\u00e4chen, die in den Colca m\u00fcnden. Erst nach Sonnenuntergang treffen wir an unserem ersten Tagesziel Fure ein, wo es sogar ein Hostel mit Abendessen und Fr\u00fchst\u00fcck gibt. Sicher die abgelegenste Touri-Metropole Perus! Tags drauf geht es weiter,hoch oben und wundersch\u00f6n am Hang des Canyons entlang, immer die Sonne im Nacken und unsere neuen Hunde an den Fersen. Nach einem kleinen Mittagssnack an einem Aussichtspunkt beginnen wir den Abstieg nach San Galle. Der Muskelkater macht sich jetzt erst so richtig bemerkbar!!! San Galle ist ein reines Touristendorf, bestehend aus 4 Lodges jeweils mit Pool, direkt am Colca. [singlepic id=1697 w=590 h=430 float=right] Diesmal sind wir etwas fr\u00fcher dran und g\u00f6nnen uns noch ein kurzes Bad im Pool um den \u00e4rgsten Dreck abzukriegen, warme Duschen gibts nicht. Am n\u00e4chsten Morgen erwartet uns der h\u00e4rteste Teil der Tour, 1200 H\u00f6henmeter wollen \u00fcberwunden werden, um zur\u00fcck nach Cabanaconde zu kommen!Unterwegs kommen uns zig Muli &#8211; Karawanen in einem Mordstempo entgegen, dass die Viecher net abst\u00fcrzen grenzt f\u00fcr mich an ein Wunder! Ich glaube unterwegs immer wieder, dass wir das nie bis oben schaffen, aber irgendwann ists doch soweit. Unglaublich ersch\u00f6pft schleppen wir uns in unser Hostel und fallen in die H\u00e4ngematten. Unser Herbergswirt erz\u00e4hlt uns, dass die hiesigen Hunde mit Vorliebe den Touristen auf ihre Wanderungen folgen, vielleicht ist es ihnen im Dorf einfach zu langweilig!<\/p>\n<p>Im Hostel treffen wir noch Giovanni, einem belgischen Motorradfahrer auf einer 200er. Da wir dieselbe Route geplant haben, beschlie\u00dfen wir, gemeinsam nach Cusco zu fahren. Der Weg f\u00fchrt uns \u00fcber hohe P\u00e4sse und an Stauseen vorbei nach Espinar. Hier erwartet uns erstmal eine Hundertschaft mit Kn\u00fcppeln und Schilden bewaffnete Bereitschaftspolizei: In Espinar sind seit 5 Tagen alle Zufahrtsstra\u00dfen blockiert, die Einwohner protestieren damit gegen die Umweltverschmutzung durch die nahe Mine. Wir werden aber gl\u00fccklicherweise durchgelassen und finden das wohl einzige ge\u00f6ffnete Hostel im Ort. Bei einem\u00a0 Abendspaziergang durch die Stadt werden wir von Musik angezogen und finden uns pl\u00f6tzlich inmitten einer riesigen Hochzeitsfeier wieder. Kaum drin werden wir alle drei zum tanzen und Bier trinken gen\u00f6tigt und sind offenbar als einzige Gringos eine wahre Attraktion. Immer wieder werden wir &#8222;abgeklatscht&#8220; und haben eine neue Flasche Bier in der Hand. Wir haben einen Heidenspa\u00df und sind begeistert von so viel Gastfreundschaft. N\u00fcchtern waren die Peruaner bisher eher, fast unh\u00f6flich zur\u00fcckhaltend, aber da jeder geladene Gast beim Brautpaar sein Geldgeschenk gegen einen Kasten Bier &#8222;eingetauscht&#8220; hat ist die Stimmung dementsprechend gel\u00f6st. Man stelle sich mal vor, in Deutschland k\u00e4men 3 dreckige Motorradfahrer uneingeladen auf die gut durchgeplante Hochzeitsfeier!\u00a0 Irgendwann verdr\u00fccken wir uns aber lieber, bevor das ganze noch ausartet.<\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Morgen haben wir nicht so viel Gl\u00fcck mit der n\u00e4chsten Stra\u00dfensperre, hier d\u00fcrfen auch Motorradfahrer nicht \u00fcber die Br\u00fccke.<br \/>\n[singlepic id=1702 w=590 h=430 float=left]<br \/>\nEin verst\u00e4ndnisvoller Demonstrant verr\u00e4t uns aber einen anderen Weg, ich hatte schon bef\u00fcrchtet, dass wir jetzt durch den nicht ganz flachen Fluss fahren m\u00fcssen. Eine halbe Stunde sp\u00e4ter sind wir wieder auf der richtigen Stra\u00dfe und fahren ungehindert gen Cusco. Es geht langsam immer weiter abw\u00e4rts durch malerische T\u00e4ler und durch die immer h\u00e4ufiger werdenden D\u00f6rfer. Und schlie\u00dflich sind wir in der Hauptstadt der Inkas und lassen uns auf einem Campingplatz an einem Hang \u00fcber der Stadt nieder und lassen den Abend bei einem Lagerfeuer mit Ils und Johann, zwei belgischen BMW Fahrern ausklingen.<\/p>\n<p>[spoiler show=&#8220;weiter Infos Einblende&#8220;]<\/p>\n<div>\n<div>weitere Detail-Infos f\u00fcr Reisende<br \/>\nHostal Elenita in Copacabana: S16 09.878 W69 05.428 (kein Wifi)<\/div>\n<div>Hostal Arequipa in Puno: S15 50.226 W70 01.648<\/div>\n<div>Hostal Posada del Virrey in Arequipa: S16 23.669 W71 32.014<\/div>\n<div>Aussichtspunkt kurz vor Mirador del Cruz im Colca Canyon: S15 36.419 W71 53.642 (Camping m\u00f6glich)<\/div>\n<div>Hostal Pachamama in Cabanaconde:<br \/>\nEintritt in den Colca Canyon ist vor 3 Monaten verdoppelt worden und betr\u00e4gt derzeit 70Sol f\u00fcr Ausl\u00e4nder.Da wir erst eine halbe STunde vor Sonnenuntergang in Chivay ankamen mussten wir am Ortseingang nicht sofort zahlen, da wir ja auch noch am n\u00e4chsten Tag am Canyon zahlen k\u00f6nnten. Die zweite Schranke am Eingang war Abends dann nimmer besetzt und wir konnten bis zu unserem \u00dcbernachtungsplatz durchfahren. Am Mirador del Cruz konnten wir ohne Kontrolle durchfahren. Anhaltende Fahrzeuge werden angeblich alle kontrolliert. Busse die in Cabanaconde ankommen werden angeblich ebenso kontrolliert und auch auf dem Weg in den Canyon zum klassischen 2 Tage Trek gibt es angeblich Kontrollen. Auf dem Trek der nach Norden startet wurden wir nicht kontrolliert.<\/div>\n<p>[\/spoiler]<\/p>\n<\/div>\n<div><\/div>\n<div><\/div>\n<p>[slideshow id=37]<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<blockquote class=\"wp-embedded-content\" data-secret=\"88R1d0ycR0\"><p><a href=\"https:\/\/www.durch-die-welt.de\/index.php\/titicaca-see-arequipa-und-colca-canyon\/\">Titicaca See, Arequipa und Colca Canyon<\/a><\/p><\/blockquote>\n<p><iframe loading=\"lazy\" class=\"wp-embedded-content\" sandbox=\"allow-scripts\" security=\"restricted\" style=\"position: absolute; clip: rect(1px, 1px, 1px, 1px);\" title=\"&#8222;Titicaca See, Arequipa und Colca Canyon&#8220; &#8212; Mit dem Motorrad durch S\u00fcdamerika &amp; Asien\" src=\"https:\/\/www.durch-die-welt.de\/index.php\/titicaca-see-arequipa-und-colca-canyon\/embed\/#?secret=88R1d0ycR0\" data-secret=\"88R1d0ycR0\" width=\"600\" height=\"338\" frameborder=\"0\" marginwidth=\"0\" marginheight=\"0\" scrolling=\"no\"><\/iframe><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Tja, die Todestra\u00dfe ist nicht ganz das Ende der Pannen, Axel stellt fest, dass ich einen Teil meiner Tankaufh\u00e4ngung verloren hab. 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