{"id":2277,"date":"2012-04-16T17:48:22","date_gmt":"2012-04-16T19:48:22","guid":{"rendered":"http:\/\/www.durch-die-welt.de\/?p=2277"},"modified":"2012-06-13T23:25:19","modified_gmt":"2012-06-14T01:25:19","slug":"das-altiplano-im-norden-chiles-lagunen-vulkane","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.durch-die-welt.de\/index.php\/das-altiplano-im-norden-chiles-lagunen-vulkane\/","title":{"rendered":"Das Altiplano im Norden Chiles. Lagunen &#038; Vulkane"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright\" src=\"https:\/\/www.durch-die-welt.de\/wp-content\/gallery\/cache\/1476__320x240_nordchile-39.jpg\" alt=\"\" width=\"320\" height=\"240\" \/>Auf der Fahrt von Iquique hinauf in die\u00a0 Hochebene der Atacama verliere ich erstmal meine obere Kettenspannrolle. Ungeschickterweise hat sich aber nicht nur die Schraube gel\u00f6st sondern an der Stelle wo sich zuvor ein Gewinde befand klafft ein Loch in meinem Rahmen. War die Kette doch schon wieder zu locker, aber vor den bevorstehenden Staub und Sandstrecken wollte ich nicht die neue Kette aufziehen. Direkt am Weg besichtigen wir noch eine alte Salpeter \/ Jod &#8222;Fabrik&#8220; die erst k\u00fcrzlich von der Unesco zum Weltkulturerbe erkl\u00e4rt wurde. Eine abgefahren Mad Max Kulisse mit etwas Wild Wild West Charme.<\/p>\n<p>[singlepic id=1477 w=320 h=240 float=left] P\u00fcnktlich zu Suses Geburtstag gibts etwas Sand als Geschenk. Allerdings erstmal weniger zum fahren, vielmehr in Form einer D\u00fcne an den Geoglyphen des &#8222;Gigante de Atacama&#8220; an dem wir unser Zelt f\u00fcr die Nacht aufschlagen.\u00a0\u00a0 Rund um uns herum nur Ebene und am Horizont schimmern Nachts in jeder Richtung die Lichter von kleinen Siedlungen. Dunkel wird es eh nie so richtig. Entweder der Mond oder die viele Sterne sorgen immer f\u00fcr erstaunlich viel Restlicht.<br \/>\nDie Strasse wieder auf 4000m bis zur Bolivianischen Grenze ist durchgehend geteert und gut zu fahren. Lediglich die d\u00fcnne Luft sorgt f\u00fcr einen dramatischen Leistungsverlust und auf einigen Steigungen kommen wir im 3. Gang gerade mal auf 60 km\/h.<br \/>\nNoch fahren wir allerdings nicht nach Bolivien. Uns lockt mal wieder die Einsamkeit. Wir wollen entlang der Grenze auf chilenischer Seite nach Norden, durch die wenig besuchten Nationalparks Isluga, Vicuna und Lauca.<br \/>\nZwei kleinere Probleme haben wir allerdings noch. Wir sollten mal wieder tanken und Suses Rauchwaren gehen auch zur Neige. Kurz vor dem Gigante hat Suse zwar noch 5 Liter aus einem Fa\u00df nachtanken k\u00f6nnen, aber bei dem 50% Preisaufschlag habe ich verzichtet. Hier oben an der Grenze soll es zwar auch noch irgendwo Sprit aus Kanistern geben, aber auch die Hinweise der Einheimischen helfen uns nicht weiter. [singlepic id=1458 w=320 h=240 float=right]Bleibt nur zu hoffen, da\u00df uns das Benzin nicht unterwegs ausgeht. Wie weit es bis zur n\u00e4chsten Tankstelle ist wissen wir geschickterweise auch nicht so genau. Die Streckenangaben schwanken zwischen 180km und 260km bis zur n\u00e4chsten Teerstra\u00dfe und ich habe zuletzt vor 280 km vollgetankt. Gut, da\u00df ich das 30l Fa\u00df als Tank montiert habe. Bleibt zu hoffen da\u00df der Verbrauch auf ca 4300m nicht allzusehr ansteigt.\u00a0 Zigaretten gibt es in Colchane auch keine, aber die Suche nach Benzin und Kippen hat uns nochmal 30km gekostet.<br \/>\nKaum abgebogen werden die Wege wieder sandiger und am Nachmittag ziehen auch noch dunkle Wolken auf. Suse f\u00fchlt sich auf der Strecke nicht allzu wohl und so kommen wir recht langsam vorw\u00e4rts, was mich nicht besonders st\u00f6rt, da ich so etliche Fotostops einlegen kann.<\/p>\n<p>[singlepic id=1462 w=600 h=400\u00a0 float=center]<\/p>\n<p>Mit Blick auf den Isluga Vulkan stellen wir schon um kurz nach vier bei einsetzendem Regen unser Zelt auf, haben aber Gl\u00fcck und nach einem kurzem Schauer k\u00f6nnen wir den Abend noch bei einem w\u00e4rmendem Geburtstags-Lagerfeuer und leckerem Bohnen-Kartoffel-Gem\u00fcseeintopf ausklingen lassen.<br \/>\nBei einem Bad in den heissen Quellen von Agua Calientes gelingt es mir beim n\u00e4chsten Mittagssnack meinen Geruch mit Schwefel zu \u00fcberdecken, aber Suse mag nicht so recht ins heisse und stinkende Wasser. Ich habe auch erst Bammel vor dem wieder rauskommen, aber bei gesch\u00e4tzen 45 Grad Wassertemperatur bin ich dann so aufgeheizt, dass der zuvor recht kalte Wind zum Abk\u00fchlen grad recht ist.<\/p>\n<p>[singlepic id=1469 w=600 h=400 float=center]<br \/>\nWir haben gen\u00fcgend Wasser und Vorr\u00e4te dabei und so schlagen wir unser Nachtlager wieder etwas fr\u00fcher auf, da sich vor uns ein fettes Gewitter in den Bergen festgesetzt hat.<br \/>\nNachdem sich der Morgennebel verzogen hat, haben wir eigentlich nur noch eine kurze 50 km Etappe zum Lauca vor uns. Der Weg wird allerdings noch etwas schlechter und durch den Regen in der Nacht zuvor sind die B\u00e4che und Fl\u00fcsse angestiegen, so dass wir durch einige spannende Wasserdurchfahrten aufgehalten werden. Die Aussicht hier im Lauca Nationalpark ist daf\u00fcr \u00fcberw\u00e4ltigend. Pures Altiplano, so wie man sich die Anden vorstellt. Hochebenen mit Salzseen, Lagunen, Vicunas, Lamas, Flamingos und das alles umrahmt von schneebedeckten Vulkanen.<\/p>\n<p>[singlepic id=1470 w=600 h=400 float=center]<br \/>\nObwohl wir nur noch 20 km zur Strasse am Lago Chungara, dem welt-h\u00f6chsten See haben legen wir eher als geplant unseren Mittagssnack ein. Vor uns bilden sich schon wieder dunkle Wolken und da wollen wir doch lieber noch etwas in der Sonne sitzen. Hier auf 4300 m wird es ganzsch\u00f6n schnell kalt sobald die Sonne weg ist. Zuf\u00e4llig entdecken wir kurz darauf am Wegesrand ein paar heisse Quellen, zu klein um direkt darin zu baden, aber praktischerweise ist eine H\u00fctte mit &#8222;Indoor-Pool&#8220; daneben, wo wir nat\u00fcrlich gleich noch eine Badepause einlegen. Lange halten wir es im Wasser allerdings nicht aus, da es viel zu heiss ist.<br \/>\nNach der Badepause zeigt sich auch die Sonne wieder zwischen den Wolken und frisch geputzt f\u00fchlen wir uns auch in den siffigen Motorradklamotten wieder wohler, so da\u00df die letzten paar Kilometer bis zur Stra\u00dfe recht flott vor\u00fcbergehen.<br \/>\nSchade, da\u00df die Parks schon vorbei sind, denken wir uns. Daf\u00fcr liegt Bolivien vor uns. Nach 6 Monaten Argentinien und Chile das n\u00e4chste Land auf unserer Motorradreise durch S\u00fcdamerika.<\/p>\n<p>[slideshow id=31]<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auf der Fahrt von Iquique hinauf in die\u00a0 Hochebene der Atacama verliere ich erstmal meine obere Kettenspannrolle. Ungeschickterweise hat sich aber nicht nur die Schraube gel\u00f6st sondern an der Stelle wo sich zuvor ein Gewinde befand klafft ein Loch in meinem Rahmen. 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