{"id":2186,"date":"2012-04-04T08:45:50","date_gmt":"2012-04-04T10:45:50","guid":{"rendered":"http:\/\/www.durch-die-welt.de\/?p=2186"},"modified":"2012-06-14T12:15:16","modified_gmt":"2012-06-14T14:15:16","slug":"durch-die-puna","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.durch-die-welt.de\/index.php\/durch-die-puna\/","title":{"rendered":"Durch die Puna"},"content":{"rendered":"<p>Endlich wieder auf den Moppeds kombinieren wir &#8222;KarinMotos&#8220;\u00a0 Tip mit unsrer eigenen Idee f\u00fcr ne gro\u00dfe Runde durch die Puna\u00a0 und fahren \u00fcber San Antonio de las Cobres und die alte Ruta 40 nach Norden. Kaum wieder auf der Cuarenta, fang ich auch schon an, mich zu freuen: Endlich wieder Sand! Yippieh!<br \/>\nNach dem ersten Umfaller suchen wir uns nen Schlafplatz, obwohl wir noch auf \u00fcber 3600m H\u00f6he sind. <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft\" style=\"margin-top: 2px; margin-bottom: 2px;\" title=\"lamas\" src=\"https:\/\/www.durch-die-welt.de\/wp-content\/gallery\/cache\/1403__320x240_Puna%2005.jpg\" alt=\"\" width=\"320\" height=\"212\" \/>Wir schlafen recht gut und auch die Fahrerei geht am n\u00e4chsten Tag gleich wieder viel besser. Wohl f\u00fchl ich mich immernoch nicht, aber dank Axels \u00fcblichem Tip &#8211; fahr schneller! &#8211; komm ich irgendwie durch. Es sind ja auch zum Gl\u00fcck nur selten l\u00e4ngere tiefe Sandstellen dabei, eher mal Strecken mit 2-3cm tiefer Sandschicht auf dann festerem Untergrund. Als dieses St\u00fcck geschafft ist gehts wieder auf Teer durch ein malerisches Tal nach Purmamarca, leider sind wir von wundersch\u00f6nen Aussichten schon etwas \u00fcberf\u00fcttert und machen kaum Fotostopps. Die Quebrada weiter nach Humahuaca ist zwar &#8222;World Heritage&#8220; aber lang net so sch\u00f6n wie die meisten anderen T\u00e4ler hier. Mangels Alternativen \u00fcbernachten wir in Humahuaca auf nem net wirklich h\u00fcbschen Campingplatz und g\u00f6nnen uns abends daf\u00fcr nen Restaurantbesuch. Dort treff mr noch Kai aus Bremen, der allein mit ner F650 auf dem Weg nach Peru ist.<br \/>\nBeim Aufbruch am n\u00e4chsten Morgen klagt Axel \u00fcber ne einsetzende Migr\u00e4ne,\u00a0 trotzdem fahren wir in ein Gebirgsdorf namens Iruya. [singlepic id=1411 w=640 h=480 float=none]Wir fragen uns noch, ob sich der 50km lange Abstecher in eine Sackgasse lohnt. Wir entscheiden uns daf\u00fcr und abgesehen von den Wasserdurchfahrten ist der Weg auch recht h\u00fcbsch. Aber in Iruya angekommen, fragen wir uns dann doch, warum die ganzen Leute hierher kommen. Zwar hatten wir daran gedacht, fr\u00fch Feierabend zu machen und hier im Tal zu \u00fcbernachten, aber weder am Weg noch im Ort zeigt sich ein geeigneter Zeltplatz. Also gehts die gleiche Stra\u00dfe wieder zur\u00fcck (jede Richtung etwa 45 Kehren und 5 oder 6 Wasserdurchfahrten) und weiter bis Abra Pampa. Nachdem die YPF mal wieder keinen Sprit hat (das wird meistens dadurch angezeigt, dass die Zapfpistolen einfach oben auf die Zapfs\u00e4ulen gelegt werden), fahren wir wieder zur\u00fcck durchs ganze Dorf zur anderen Tanke, die zum Gl\u00fcck was f\u00fcr uns hat. Man merkt aber, dass wir ab vom Schuss sind, das Benzin wird langsam ganz sch\u00f6n teuer.<br \/>\nDie Sonne will schon wieder untergehen, und da die Landschaft auf den letzten 80km mal wieder von Z\u00e4unen gepr\u00e4gt war, wollen wir uns n Hostel suchen. Wir finden zwar schnell eins, stellen aber fest, dass mein Mopped mit dem Lenker nicht durch den engen, etwa 10m langen Gang zum Innenhof passt. Also lassen wir das doch und hoffen auf ein Pl\u00e4tzchen ohne Zaun nach der Stadt. [singlepic id=1414 w=600 h=400 float=none] Wir haben tats\u00e4chlich Gl\u00fcck und finden was neben ner Ruine, allerdings gehts jetzt Axel net so gut. Er friert tierisch, kriegt noch n bissle Fieber und Sch\u00fcttelfrost und weigert sich, was zu essen. Nach ner bescheidenen Nacht gehts ihm am n\u00e4chsten Tag immernoch schlecht, erst abends nimmt er mal nen Joghurt zu sich. Vielleicht hat die H\u00f6he (schon wieder auf 3600m) seine Migr\u00e4ne verschlimmert.<br \/>\nTags drauf ist er dann endlich wieder fit und wir k\u00f6nnen unseren Weg fortsetzen. Vorbei an der Laguna Los Pozuelos gehts auf kleinen Stra\u00dfen durch die Berge. Nach ner schnellen Maissuppe in nem winzigen Bergdorf gehts wieder n bisschen bergab. Die ganze Gegend ist karg und steinig. \u00dcberall springen jetzt Lamas neben und auf der Stra\u00dfe herum. Ich vermute, das ist die einzige Einnahmequelle der Leute hier, vielleicht arbeitet noch der eine oder andere in einer der Minen , aber sonst gibts hier nix.\u00a0 Nach einem langen Fahrtag in gro\u00dfer H\u00f6he wollen wir eigentlich nur noch etwas unter 4000m kommen und einen Schlafplatz finden. Kaum sind wir auf die nur f\u00fcr &#8222;leichte Fahrzeuge&#8220; zugelassene 40 Richtung Susques abgebogen gehts aber wieder bergauf. Grrr! Nachdem die Strecke anfangs noch breit und in gutem Zustand war, merken wir jetzt warum sie f\u00fcr LKWs gesperrt ist: sie wird schmal, rechts davon gehts STEIL den Abhang runter und zu allem \u00dcberfluss find ich die n\u00e4chste Sandstelle und mach mich zum zweiten Mal an diesem Tag lang. Jetzt hab ich mal wieder genug vom Sand! Als Axel an der n\u00e4chsten verspurten Stelle versucht, einen Weg drumrum zu finden, landet er in einem GROSSEN TIEFEN Matschloch. [singlepic id=1429 w=640 h=480 float=none]Wir brauchen fast eine Stunde um das Mopped da wieder auszugraben und das auf \u00fcber 4000m! Es geht zum Gl\u00fcck auf fester Erde weiter und wir haben keine Probleme \u00fcber den n\u00e4chsten Pass zu kommen. H\u00e4tte es aber geregnet, dann gute Nacht, das w\u00e4re ein Matschfest geworden. Die n\u00e4chsten 30 km sehen zum Gro\u00dfteil ganz sch\u00f6n zerw\u00fchlt aus. Was f\u00fcr ein Gl\u00fcck, dass im Moment alles trocken und fest ist. Die Sonne ist schon untergegangen, als wir ein Pl\u00e4tzchen ein St\u00fcck neben der Stra\u00dfe entdecken. Wir sind nur ganz knapp unter 4000m und die Spaghetti werden ganz sch\u00f6n eklig. Das Wasser kocht hier oben halt einfach schon bei 70 oder 80 Grad und das reicht den Nudeln dann doch nicht. Als der kr\u00e4ftige Abendwind nachgelassen hat, schlafen wir gut und wickeln am n\u00e4chsten Morgen die letzten 10km nach Susques, trotz wieder Sand und Wasser schnell ab.<br \/>\nNach nem Sandwich zum Mittag stellen wir fest, dass die \u00f6rtliche Tanke jetzt Siesta macht und die n\u00e4chsten 2 Stunden wohl nicht wieder \u00f6ffnet. So bleibt uns nur die etwa 5km entfernte Tankstelle eines &#8222;Complejo Tur\u00edstico&#8220;, wo der Sprit ganze 9 Peso kostet (umgerechnet etwa 1,60\u20ac!). Naja, damit haben wir unser letztes Argentinisches Geld verprasst. Jetzt geht es, \u00fcber den 4830 Meter hohen Paso de Jama zum letzten mal nach Chile.<\/p>\n<p>An der Grenze erfahren wir von der Beamtin, dass unsere Moppeds insgesamt 3 Mal nicht korrekt aus Argentinien ausgereist sind. Wir haben zwar immer flei\u00dfig unsere Zollpapiere abgegeben, aber scheints waren einige Beamte zu faul oder doof, das Computersystem korrekt zu bedienen. Nach ner Schreckminute l\u00e4sst uns aber die Beamtin doch gehen. Sie kann zwar den Fehler nicht beheben, aber sie sagt, f\u00fcr sie ist das in Ordnung, sie sieht ja, dass wir die Motorr\u00e4der dabei haben (mehr als nen kurzen Blick durchs Fenster hat sie zwar net auf die Moppeds geworfen, und so h\u00e4ttens auch ganz andere sein k\u00f6nnen, aber naja is net unser Problem). Erleichtert fahren wir weiter.<\/p>\n<p>Kurz vor unserem angepeilten Schlafplatz treffen wir noch auf Giovanni aus Kolumbien, der auf seiner China-Import- &#8222;Guzi&#8220; auf dem Weg nach Buenos Aires zu seinem Bruder ist. [singlepic id=1438 w=320 h=240 float=right]Er sitzt mit seiner kaputten Kette in den H\u00e4nden am Stra\u00dfenrand und versucht sie mit etwas Draht wieder zu flicken, wobei er net besonders gro\u00dfen Erfolg hat. Da bald die Sonne untergeht und er nix zum zelten dabei hat, bieten wir ihm nen Schlafplatz in unserem Zelt und meinen Schlafsack an. Nach ner schnellen Fertigsuppe hauen wir uns aufs Ohr, der Wind und das flatternde Zelt lassen uns aber nicht wirklich gut schlafen. Axel und ich teilen uns seinen Schlafsack und zum Gl\u00fcck ist der WIRKLICH warm, es wird n\u00e4mlich ganz sch\u00f6n kalt auf 4300m. Morgens t\u00fcdeln die beiden M\u00e4nner noch etwas Kaltmetall an die kaputte Kette. Anschlie\u00dfend verabschieden wir uns von Giovanni, bekommen eine Einladung zum Meerschweinchen Essen bei ihm zu Hause und w\u00fcnschen ihm noch viel Gl\u00fcck f\u00fcr die 160km bis nach Susques, wo er auf einen Mechaniker hofft, der die Kette reparieren kann.<\/p>\n<p>[slideshow id=29]<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Endlich wieder auf den Moppeds kombinieren wir &#8222;KarinMotos&#8220;\u00a0 Tip mit unsrer eigenen Idee f\u00fcr ne gro\u00dfe Runde durch die Puna\u00a0 und fahren \u00fcber San Antonio de las Cobres und die alte Ruta 40 nach Norden. Kaum wieder auf der Cuarenta, fang ich auch schon an, mich zu freuen: Endlich wieder Sand! Yippieh! Nach dem ersten <a href='https:\/\/www.durch-die-welt.de\/index.php\/durch-die-puna\/' class='excerpt-more'>[&#8230;]<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[13,7],"tags":[238],"class_list":["post-2186","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-travelstorys","category-argentinien","tag-puna","category-13-id","category-7-id","post-seq-1","post-parity-odd","meta-position-corners","fix"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.durch-die-welt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2186","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.durch-die-welt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.durch-die-welt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.durch-die-welt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.durch-die-welt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2186"}],"version-history":[{"count":16,"href":"https:\/\/www.durch-die-welt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2186\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2224,"href":"https:\/\/www.durch-die-welt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2186\/revisions\/2224"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.durch-die-welt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2186"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.durch-die-welt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2186"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.durch-die-welt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2186"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}