{"id":2132,"date":"2012-03-21T06:45:22","date_gmt":"2012-03-21T08:45:22","guid":{"rendered":"http:\/\/www.durch-die-welt.de\/?p=2132"},"modified":"2012-11-15T04:54:47","modified_gmt":"2012-11-15T03:54:47","slug":"la-calera-paso-agua-negra","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.durch-die-welt.de\/index.php\/la-calera-paso-agua-negra\/","title":{"rendered":"La Calera &#038; Paso Agua Negra"},"content":{"rendered":"<p>\u00dcber eine Woche k\u00f6nnen wir uns nicht von Valparaiso, der Villa Kunterbunt, unserem Turmzimmer und den vielen anderen Motorradreisenden hier losrei\u00dfen. Es werden schon Wetten abgeschlossen ob wir \u00fcberhaupt noch\u00a0 weiterfahren, da wir Abends wenn wir gefragt werden nie sagen k\u00f6nnen obs morgen so weit ist.\u00a0 Als wir uns dann endlich aufraffen und die Moppeds fertig beladen dastehen ist es sensationell sp\u00e4t und schon nach 4 Uhr Nachmittags. Da wir aber nur 2 Stunden nach Santiago vor uns haben passt das ganz gut. Allerdings machen uns unsere Motorr\u00e4der fast einen Strich durch die Rechnung. Sie wollen einfach nicht anspringen. Wir h\u00e4tten die total verdreckten Luftfilter vielleicht doch nicht auswaschen bzw erneuern sollen. Gut dass die Villa am Berg liegt. Mit anrollen klappt es dann doch.<\/p>\n<p>[singlepic id=1345 w=640 h=480 float=]<br \/>\nIn Santiago sind wir von Karin eingeladen, die wir zwei Wochen zuvor auf einer einsamen Gebirgspiste kennengelernt haben. Wir werden lecker bekocht und Ihre drei Kinder freuen sich auch \u00fcber die G\u00e4ste.<br \/>\nIn Santiago wollen wir eigentlich nur unsere bestellten Reifen abholen und dann wieder weg.\u00a0Unsere Mitas E06 sind nach 20 000 km eigentlich fast noch gut, aber in Argentinien bekommen wir keinen gleichwertigen Ersatz und so fahren wir etwas \u00fcberladen weiter. Bis wir aber die richtige Autobahnausfahrt erwischen bin ich von der Hitze total fertig. Die GPS Karte tut zwar ihr bestes aber bei so vielen Fahrspuren so dicht aneinander und der irref\u00fchrenden Beschilderung kann das Routing nicht mithalten. Kaum aus der Stadt raus befinden wir uns pl\u00f6tzlich in der Gluthitze der Gebirgs-W\u00fcste. Die ersten Kakteen tauchen am Stra\u00dfenrand auf und wir versuchen auf den Motorr\u00e4dern wach zu bleiben. Die Temperaturen sind jenseits von Gut und B\u00f6se und wir m\u00fcssen auf halbem Weg eine Cola Pause einlegen. In La Calera werden wir bereits vom MC Sin Frontera erwartet, die hier ihr Vereinsheim Motorradreisenden zur Verf\u00fcgung stellen. Die n\u00e4chsten Tage relaxen wir und versuchen im Schatten zu bleiben. Weg k\u00f6nnen wir nicht, da wir unser Zelt nicht unbeaufsichtigt stehen lassen sollen.\u00a0 Nachdem wir die Vorderreifen gewechselt haben und ich meine Kette spanne stelle ich fest was da die letzten Tage solche Ger\u00e4usche von sich gegeben hatte. Eigentlich hatte ich mit verschlissenen Ruckd\u00e4mpfern gerechnet aber das Kettenradlager hatte sich aufgel\u00f6st.<\/p>\n<p>[singlepic id=1350 w=640 h=480 float=]<\/p>\n<p>Alles garkein Problem, meinen die Jungs vom Motorradclub und klopfen mir kurzerhand das kaputte Lager heraus. Da aber das Essen gerade fertig ist setzen sich alle an den Tisch und ich mache mir doch langsam Sorgen. Es ist Samtag Abend und irgendwann wollen wir ja auch wieder weiter. Frisch gest\u00e4rkt machen sich aber dann Henry und Santiago auf den Weg und kommen 10 Minuten Sp\u00e4ter mit einem neuen Lager zur\u00fcck. Wie immer haben wir Gl\u00fcck im Ungl\u00fcck und unsere kleinen Pannen ereilen uns just dort, wo sie sofort behoben werden k\u00f6nnen.<br \/>\nAbends verlegen wir unser Quartier zu Juan &#8222;P&#8220; auf die Sommer-zu-Ende Party , die wir allerdings zur H\u00e4lfte verschlafen. Wir haben genug vom Feiern und wollen wir weiter und nachts mal wieder schlafen . Wollen &#8211; ja, aber heute ist eine kleine Ausfahrt ans Meer angesetzt und da wir nicht ablehnen k\u00f6nnen fahren wir den kleinen Schlenker zum &#8222;Mittag&#8220;Essen an die K\u00fcste mit. Bis das Essen vorbei ist d\u00e4mmert es allerdings schon uns so bleiben wir noch eine Nacht in Santiagos Strandh\u00fctte. Hier am Meer ist die Temperatur auch wieder angenehm im Vergleich zur Gluthitze der letzten Tage.<br \/>\nUnser n\u00e4chstes Ziel ist der Paso Agua Negra. Zuerst noch die k\u00fchle und neblige K\u00fcste entlang, dann ein kurzes St\u00fcck Autobahn und dann quer durchs Hinterland. In Los Vilos biegen wir ab und geniessen die gut ausgebaute Teerstrasse den ersten Pass hinauf. Die uns noch neuen Kakteen erfreuen unsere Augen und so erreichen wir Abends den ersten kleineren Pass. Die Schlafplatzsuche gestaltet sich etwas m\u00fchsam da die Gegend relativ schroff ist. Letztendlich finden wir aber doch wieder eine nette, halbwegs windgesch\u00fctze Zeltm\u00f6glichkeit auf einem Kakteen Plateau kurz oberhalb des Miradors und hoffen, da\u00df nicht allzuviele abgebrochene Dornen den Weg durch die Reifen bis zum Schlauch finden werden.<br \/>\nAb Ovalle wird unsere Abk\u00fcrzung etwas schottriger und so legen wir vor Vicuna noch eine \u00dcbernachtung ein.<\/p>\n<p>[singlepic id=1358 w=640 h=480 float=center]<\/p>\n<p>Den knapp 5000m hohen Paso Agua Negra wollen wir an einem Tag \u00fcberqueren, um nicht in der ungewohnten H\u00f6he \u00fcbernachten zu m\u00fcssen. Wir stehen diesmal extra fr\u00fch auf und schaffen es auch tats\u00e4chlich bis Mittags zur Grenze nach Juntas zu komnmen. Das moderne Grenzgeb\u00e4ude wirkt angesichts des Ansturms der zahlreichen Reisenden etwas \u00fcberdimensioniert. Wir sind heute bereits die Nr 11 und 12 die den letzten Kontrolleur am Schlagbaum aus seinem Mittagsschl\u00e4fchen wecken. An der Kontrollstation h\u00f6rt auch der Teer auf. Suse f\u00e4hrt gem\u00fctlich voraus und so habe ich reichlich Zeit Fotos zu schiessen. Die Berge sind vielfarbig und nach jeder Kurve muss ich erneut rechts ranfahren um weiter zu knipsen. Der Pass lohnt sich wirklich.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"ngg-singlepic ngg-none\" src=\"https:\/\/www.durch-die-welt.de\/wp-content\/gallery\/agua-negra_1\/p1020536.jpg\" alt=\"p1020536\" \/><\/p>\n<p>Kein Verkehr, gute pr\u00e4parierte Piste, keine fiesen Kehren, Fotomotive zum Abwinken und mit knapp 4800 die angeblich zweith\u00f6chste Anden\u00fcberquerung. Die Argentinische Seite ist dann nicht mehr ganz so angenehm. Dunkle Wolken ziehen hinter uns auf und pl\u00f6tzlich ist es bitter kalt. Die Strasse wird schm\u00e4ler und holpriger und kleinere Furten halten uns immer wieder auf. Wir wollen schnell nach Unten und sind immer wieder \u00fcber die Fahrradfahrer erstaunt, die sich diesen Pass in oft mehreren Tage zumuten. Nicht wir sind hier die Abenteurer.<\/p>\n<p>[slideshow id=27]<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00dcber eine Woche k\u00f6nnen wir uns nicht von Valparaiso, der Villa Kunterbunt, unserem Turmzimmer und den vielen anderen Motorradreisenden hier losrei\u00dfen. 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