{"id":2042,"date":"2012-03-08T20:04:35","date_gmt":"2012-03-08T22:04:35","guid":{"rendered":"http:\/\/www.durch-die-welt.de\/?p=2042"},"modified":"2012-03-19T18:31:11","modified_gmt":"2012-03-19T20:31:11","slug":"seen-und-vulkane-in-chile","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.durch-die-welt.de\/index.php\/seen-und-vulkane-in-chile\/","title":{"rendered":"Seen und Vulkane &#8211; Wieder in Chile"},"content":{"rendered":"<p>Frisch in Chile angekommen galt unser erster Besuch Motoaventura in Osorno. Dort stehen mal eben 70 h\u00f6chstens 3 Jahre alte BMWs zur Vermietung. Wir fahren dort vorbei um die Jungs und M\u00e4dels mal pers\u00f6nlich kennen zu lernen (Axel hatte schonmal kurz beruflich mit ihnen zu tun) und um neue Reifen zu kaufen. Brauchen tun wir die ja eigentlich noch nicht, aber au\u00dfer noch in Santiago siehts angeblich schlecht aus, welche zu bekommen. Da wir schonmal da sind, kauft sich Axel auch gleich nen neuen Helm und wir lassen die erstandenen Hinterreifen nach Santiago schicken (Vorderreifen gabs von unserem gew\u00e4hlten Modell Heidenau Scout K60 grad net). Weiter gehts ins Seengebiet. Wir wollen die Nord-S\u00fcd verlaufende Autobahn nach M\u00f6glichkeit vermeiden und auf kleinen Wegen &#8222;hintenrum&#8220; fahren. Das Problem ist, dass fast immer nur Stichstra\u00dfen von der Autobahn aus in die T\u00e4ler f\u00fchren, in dem die Seen liegen.<\/p>\n<p>Nach einer Nacht am ersten See m\u00fcssen wir tats\u00e4chlich wieder zur\u00fcck nach Los Lagos an der &#8222;Autopista&#8220; (zum Gl\u00fcck nicht drauf) um ins n\u00e4chste Tal zu kommen. Hier versuchen wir einen Weg, der ganz klein auf der Karte eingezeichnet ist, auf dem GPS aber mittendrin endet. Der Weg verkleinert sich auch schnell zu einem besseren Trampelpfad aber wir finden einen traumhaften Platz zum zelten mit Privatstrand und Tonnen von Brombeeren.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ngg-singlepic ngg-right alignright\" src=\"https:\/\/www.durch-die-welt.de\/wp-content\/gallery\/chile-seen-und-vulkangebiet\/chile-10.jpg\" alt=\"Lago Rinihue\" width=\"280\" height=\"215\" \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ngg-singlepic ngg-left alignleft\" src=\"https:\/\/www.durch-die-welt.de\/wp-content\/gallery\/chile-seen-und-vulkangebiet\/chile-01.jpg\" alt=\"Zelten am Lago Rinihue\" width=\"280\" height=\"215\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Morgen erz\u00e4hlen uns mehrere Passanten (sooo einsam isses wohl doch nicht hier), dass der Weg zwar theoretisch existiert, aber es fehlt seit letztem Winter eine Br\u00fccke. Also drehen wir um und m\u00fcssen wieder nach Los Lagos, hier k\u00f6nnen wir dann wenigstens halbwegs einkaufen.<\/p>\n<p>Unser n\u00e4chstes Ziel sind die Thermen &#8222;Los Pozones&#8220; wo wir mal wieder porentief rein werden wollen. Da aufm GPS leider die entsprechenden Stra\u00dfen nicht drauf sind, verfahren wir uns ein bisschen und landen im falschen Seitental, sind aber zu fertig zum weiterfahren, da es doch gut warm ist. Also legen wir einen \u00dcbernachtungsstop auf nem Campingplatz ein, wo wir sogar ca. 10 Sekunden warmes Wasser haben.<\/p>\n<p>[singlepic id=1286 w=320 h=240 float=left] Ein Nachbar erkl\u00e4rt uns dann, wie wir zu den Thermen kommen. Mit der Beschreibung kriegen wirs dann auch hin und legen uns erstmal f\u00fcr drei Stunden in die fast hei\u00dfe Br\u00fche. Seeeehr entspannend!Abends find mr sogar noch ein nettes Pl\u00e4tzchen am Bach. Am n\u00e4chsten Morgen das schon bekannte Leid: der auf unserer Karte vorhandene Weg geht noch 200m weiter und wird dann privat, mit Gatter und Schloss und allem. Also wieder umdrehen. Auch der n\u00e4chste Versuch, den R\u00fcckweg \u00fcber Pucon und Villarica zu vermeiden, schl\u00e4gt fehl, dort gibts die eingezeichnete Stra\u00dfe gar nicht. Langsam sind wir nicht mehr so begeistert von unserer Landkarte.<\/p>\n<p>Also m\u00fcssen wir doch wieder durch die Haupt Touri-Metropolen der ganzen Gegend. Unglaublich, wieviel hier \u00fcberall los ist, es scheint, als w\u00e4re halb Chile hier auf Urlaub. N bisschen n\u00f6rdlich wollen wir noch den letzten See des Seengebiets mitnehmen, landen aber an einem recht g\u00fcnstigen Camping an nem herrlich warmen Bach. Da eh mal wieder W\u00e4sche waschen angesagt ist bleiben wir gleich noch f\u00fcr ne zweite Nacht.<\/p>\n<p>[singlepic id=1294 w=320 h=240 float=right] So, die Seen sind vorbei, daf\u00fcr kommen jetzt noch ein paar Vulkane, zumindest einen wollen wir uns noch n bisschen n\u00e4her anschauen. Den Parque Nacional Conguilio lassen wir wegen des Eintrittspreises links liegen, finden aber eine kleine Schotterstra\u00dfe, die im Nachbartal entlang f\u00fchrt und wo die Landschaft sicher genauso sch\u00f6n ist. Schaun wir halt den n\u00e4chsten Vulkan an . Also fahren wir nach Lonquimay, wo wir unsere Vorr\u00e4te aufstocken und noch &#8222;kurz&#8220; internetten. Dann kanns losgehen, auf den kleinen Weg am gleichnamigen Vulkan vorbei. Ganz sch\u00f6n beeindruckende und bizarre Landschaft, das letzte Mal ist der Lonquimay 1988 ausgebrochen. Nur leider wird der Weg langsam n bissle (vulkan-)sandig. Wir sind schon recht sp\u00e4t dran bis wir die Fotografiererei erledigt haben und von dem erkalteten Lavastrom weg sind und so finden wir erst kurz vor Sonnenuntergang n Platz zum schlafen.<\/p>\n<p>Tags drauf wird der Weg nicht unbedingt weniger sandig und so muss ich mich mit der Hoffnung, dass es bald besser wird, durchbei\u00dfen. Tats\u00e4chlich wird es kurz besser, bevor es viel VIEL schlimmer wird. Der Weg nach Norden ist privat, wir m\u00fcssen durch ein zum Gl\u00fcck nicht abgeschlossenes Tor. Danach wird der Weg immer grober, ich will nur weiter, weil ich unter keinen Umst\u00e4nden wieder zur\u00fcck will. Nach dem Mittagessen muss immer \u00f6fter der Axel mein Motorrad \u00fcbernehmen, weil ich die steilen, ausgewaschenen, grobsteinigen und sandigen Stellen nicht mehr schaffe. Kurz nach dem Pass treffen wir eine deutsche Familie, die seit kurzem in Santiago wohnt und hier mit Pickup und Dachzelt Urlaub macht. Laut ihrer Aussage geht der Weg nur noch einige hundert Meter so schlimm weiter bis wir an das n\u00e4chste Tor kommen. Anschlie\u00dfend solls besser weitergehen, allerdings erwartet uns eine gr\u00f6\u00dfere Flussdurchfahrt. Hm, mal schauen. Der Weg bis zum Fluss ist immernoch beschwerlich, aber der Fluss \u00fcberrascht uns trotzdem. Das ist ja ein echter Fluss!! Da muss Axel wohl beide r\u00fcberfahren&#8230;<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" width=\"420\" height=\"315\" src=\"http:\/\/www.youtube.com\/embed\/SbnvxZo7FRw\" frameborder=\"0\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Aktion geht gut aus, dauert aber nat\u00fcrlich n bissle l\u00e4nger. Als wir bereit sind, weiterzufahren, f\u00e4ngts s tr\u00f6pfeln an, wir m\u00fcssen uns aber weiter durch dicke Steine (die werden zum Gl\u00fcck weniger) und Sandstrecken k\u00e4mpfen, da alles eingez\u00e4unt ist. Irgendwann nach meinem zweiten Sturz heute ist aber endg\u00fcltig Schluss, wir k\u00f6nnen beide nicht mehr und finden zum Gl\u00fcck n ebenes Fleckchen auf Privatland. Zum Gl\u00fcck verjagt uns aber keiner, inzwischen ists bald dunkel und es regnet richtig.<\/p>\n<p>[singlepic id=1297 w=320 h=240 float=left] Der Regen geht die ganze Nacht und den Vormittag weiter, Mittags h\u00f6rts dann endlich auf. Also entschlie\u00dfen wir uns, doch noch aufzubrechen, v.a. weil sich der Weg zumindest zu Fu\u00df nach ca. 1 Stunde Regenpause ganz gut benutzen l\u00e4sst. Kaum haben wir zusammengepackt, f\u00e4ngts nat\u00fcrlich wieder an, aber es hilft ja nix und es sind ja nur ca. 2,5km bis zum n\u00e4chsten Ort. Haha. Das schlimmste St\u00fcck kommt noch, es geht STEIL bergab und selbst in trockenem Zustand w\u00e4re das eine gro\u00dfe Herausforderung f\u00fcr mich. Jetzt ist der Weg eher ein mittlerer Fluss und Axel muss die gesamten 2,5km zweimal fahren. F\u00fcr die Strecke brauchen wir fast drei Stunden, aber dann erreichen wir tats\u00e4chlich den n\u00e4chsten Ort und kurz drauf einen Campingplatz mit nem H\u00fcttchen zum trocknen unserer total durchn\u00e4ssten Klamotten.<\/p>\n<p>Ab dem letzten Ort ist die Stra\u00dfe schlagartig besser geworden und wir genie\u00dfen es, mal wieder in den zweiten, den dritten und sogar in den vierten Gang zu schalten! Der Rio BioBio, wegen dem wir eigentlich u.a. diesen Weg gew\u00e4hlt haben, begeistert uns nicht \u00fcberm\u00e4\u00dfig, is aber ganz nett. Ich bin heilfroh, als wir endlich wieder Teer erreichen. Jetzt wollen wir uns auf den Weg zum Pazifik machen und k\u00f6nnen es leider nicht vermeiden, ein paar km auf der Autobahn hinter uns zu bringen. Erst bei Sonnenuntergang finden wir im Garten eines verlassenen Hauses einen Schlafplatz. Am\u00a0 n\u00e4chsten Tag erreichen wir die K\u00fcste, hier ists pl\u00f6tzlich ganz sch\u00f6n kalt! Der Humboldtstrom scheint hier ganz sch\u00f6n zuzuschlagen. Trotzdem treiben sich auch hier massig Touristen herum, dementsprechend verm\u00fcllt ist die Gegend. So viele Hinterlassenschaften haben wir in den letzten 4 Monaten noch nicht gesehen. An den wenigen abgelegenen Stellen am Meer finden wir leider keinen Schlafplatz, daher m\u00fcssen wir uns mit einer Stelle aufm Berg, leider ohne Ausblick aufs Meer begn\u00fcgen. Kurz darauf treffen wir in Valparaiso in der Villa Kunterbunt ein. Dieses Hostel ist unter Motorradreisenden sehr bekannt, da deren Besitzer Martina und Enzo sich oft um die Befreiung von verschifften Moppeds aus dem Hafen k\u00fcmmern.<\/p>\n<p>Zusatz Axel:<br \/>\nHier treffen wir auch Panny und Simon wieder, die hier ihre Motorr\u00e4der f\u00fcr Neuseeland putzen, auch Bernd und Heidi sitzen gerade hier im Hof rum die wir aus Punta Arenas kennen. In den n\u00e4chsten Tagen kommt auch Marc vorbei, den wir schon in der Motobar in Commodoro Rivadavia getroffen haben. Wir bekommen das Turmzimmer\u00a0 mit einer sensationellen Aussicht \u00fcber die Stadt und den Hafen und als Claudia und Werner aus Australien ankommen, die bereits seit 6 Jahren unterwegs sind, stellen wir schnell fest dass wir uns schon vom MRT aus Gieboldehausen kennen und einige gemeinsame Freunde haben. So klein ist die Welt.<\/p>\n<p>Abgesehen davon waren in den letzten Tage noch viele Motorradreisende hier, wobei vmtl selten so viele HPN BMWs auf\u00a0 einem Haufen beisammen waren.<\/p>\n<p>[slideshow id=24]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Frisch in Chile angekommen galt unser erster Besuch Motoaventura in Osorno. Dort stehen mal eben 70 h\u00f6chstens 3 Jahre alte BMWs zur Vermietung. 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