{"id":1955,"date":"2012-01-17T16:25:16","date_gmt":"2012-01-17T18:25:16","guid":{"rendered":"http:\/\/www.durch-die-welt.de\/?p=1955"},"modified":"2012-01-23T14:26:51","modified_gmt":"2012-01-23T16:26:51","slug":"feuerland","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.durch-die-welt.de\/index.php\/feuerland\/","title":{"rendered":"Feuerland"},"content":{"rendered":"<p>Wir kommen jetzt immer weiter nach S\u00fcden, das merkt man schon an den Temperaturen. Nur leider falschrum, hier wirds s\u00fcdw\u00e4rts immer k\u00e4lter! Im neuen Jahr ziehen wir weiter in die Gegend um Punta Arenas. In der dortigen &#8222;Zona Franca&#8220;, der Freihandelszone, soll es so ziemlich alles geben zu einem vertretbaren Preis. U.a. wollen wir schonmal nach Ersatz f\u00fcr unsere Reifen suchen, obwohls die noch gar nicht n\u00f6tig h\u00e4tten. Nach \u00fcber 12000 km ist das Profil immer noch fast zur H\u00e4lfte vorhanden, wir sind echt begeistert von unseren Mitas E07. Hier gibt es zwar ne Filiale einer Reifen-Laden-Kette, die Mitas in ganz Chile verkauft,\u00a0 leider haben die aber gerade den E07 nirgends verf\u00fcgbar. Mal schaun, vielleicht kriegen die den ja irgendwann wieder, dringend isses noch nicht. Ansonsten geht uns die Einkaufsmeile ziemlich bald auf den Senkel und wir machen uns nachmittags auf den Weg aus der Stadt.<\/p>\n<p>Wir wollen noch ein wenig weiter nach S\u00fcden an der K\u00fcste entlang, weils dort sehr sch\u00f6n sein soll. Und tats\u00e4chlich finden wir wenige km vor dem s\u00fcdlichsten Festland-Leuchtturm (der erste von vielen &#8222;s\u00fcdlichste\/r &#8230; der Welt&#8220;)\u00a0 ein Pl\u00e4tzchen komplett mit Feuerstelle direkt an der Magellanstra\u00dfe mit Blick auf die ersten Feuerland-Inseln.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ngg-singlepic ngg-right alignnone\" src=\"https:\/\/www.durch-die-welt.de\/wp-content\/gallery\/feuerland\/feuerland-48.jpg\" alt=\"Blick auf die Magellanstra\u00dfe\" width=\"600\" height=\"450\" \/>Nach einer ausgedehnten Wanderung durch die Moorlandschaft und den Urwald und einer weiteren Nacht am Meer ziehen wir um nach Punta Arenas. Auf der Fahrt frieren wir uns bei 2 Grad und windgepeitschtem Regen fast die Finger ab, in der Stadt scheint dann wieder die Sonne und vers\u00f6hnt uns wieder mit dem Wetter. Im Hostel Independencia sind alle Zimmer voll, also zelten wir, wie viele andere auch, im Garten. Hier treffen sich scheints recht viele Motorradreisende. Wir lernen Heidi und Bernd kennen, die sich schon auf ihrer 2. Weltumrundung befinden und deren LC4s schon 200 000 km auf dem Buckel haben! Jens und Kati, die Ihre Reise in Neuseeland begonnen haben wechseln grad Ihre Reifen und so haben wir bissl was zum Gucken.\u00a0 Und auch Uwe taucht abends noch mit seinem japanischen Kumpel Yoshi auf. Insgesamt z\u00e4hle ich 10 Moppeds auf dem net grad riesigen Gel\u00e4nde.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ngg-singlepic ngg-none alignnone\" src=\"https:\/\/www.durch-die-welt.de\/wp-content\/gallery\/feuerland\/feuerland-10.jpg\" alt=\"Zelten im Garten\" width=\"600\" height=\"450\" \/><\/p>\n<p>Weiter gehts auf einer recht z\u00e4hen weil langweiligen Etappe nach Punta Delgada, von wo uns die F\u00e4hre endlich nach Feuerland bringen soll. Diese F\u00e4hre ist sehr viel g\u00fcnstiger als die von Punta Arenas nach Porvenir, da nimmt man gerne die 150km au\u00dfenrum in Kauf. Schneller ist man au\u00dferdem auch noch, weil die direkte F\u00e4hre wohl ewig braucht und nur 1-3 Mal am Tag f\u00e4hrt.<\/p>\n<p>Jetzt sind wir also endlich auf dieser legend\u00e4ren Insel. Nach einem kurzen Tankstopp in Cerro Sombrero, einer kleinen, \u00fcberdimensionierten \u00d6larbeitersiedlung mit Sowjetcharme, machen wir uns auf Erkundungstour durch den chilenischen Teil Feuerlands. Zun\u00e4chst erwarten uns vor l\u00e4ngerer Zeit abgeholzte H\u00fcgelketten und riesige zum Teil verwaiste Estancias. An der K\u00fcste halten wir an einem Schild, auf dem von K\u00f6nigspinguinen die Rede ist. Hinterm Zaun leben wohl tats\u00e4chlich rund 20 Tiere, so erz\u00e4hlen zumindest 2 Schweizer Radler, die gerade von dem Gel\u00e4nde kommen. Uns sind die umgerechnet fast 20,-\u20ac Eintritt pro Nase doch zu teuer.<\/p>\n<p>Weiter im S\u00fcden wirds dann waldiger. Nach einer Nacht am Lago Blanco (freier Camping mit M\u00c4NNER &#8211; Lagerfeuer) machen wir trotz schwindender Benzinreserven noch einen Abstecher zu den wundersch\u00f6nen Seen Lago Deseado und Lago Fagnano. Am Deseado wollen wir gerade unser Zelt an einer sch\u00f6n gebauten Feuerstelle aufschlagen, als uns einige Angler ansprechen und dann noch fragen, ob wir nicht 2 Fische zum Grillen haben wollen. Da sagen wir nat\u00fcrlich nicht nein und nach einiger Putzarbeit seitens Axel liegen die beiden Prachtkerle auf dem Grillrost. In so fangfrisch lass auch ich mir die Lachsforelle\u00a0 schmecken.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ngg-singlepic ngg-none alignnone\" src=\"https:\/\/www.durch-die-welt.de\/wp-content\/gallery\/feuerland\/feuerland-31.jpg\" alt=\"Lachsforelle vom Grill\" width=\"600\" height=\"450\" \/><\/p>\n<p>Die Etappe nach Rio Grande wird aus zweierlei Hinsicht spannend: Reicht mein Tankinhalt noch die restlichen 160km bis zur n\u00e4chsten Tanke und warum d\u00fcrfen nur 4&#215;4-Fahrzeuge den Grenz\u00fcbergang benutzen, den wir uns ausgesucht haben? Die zweite Frage beantwortet sich recht schnell: scheints f\u00fchlt sich weder Chile noch Argentinien daf\u00fcr verantwortlich, eine Br\u00fccke \u00fcber den Grenzfluss zu bauen, daher gibts keine. Da mir die Furt zu breit und zu tief ist, muss Axel beide Moppeds r\u00fcberbringen, beim zweiten Anlauf mit meiner Suzi erwischt er auch die seichte Stelle&#8230;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ngg-singlepic ngg-none alignnone\" src=\"https:\/\/www.durch-die-welt.de\/wp-content\/gallery\/feuerland\/feuerland-36.jpg\" alt=\"Flussdurchwatung\" width=\"600\" height=\"450\" \/><\/p>\n<p>90km sp\u00e4ter erreichen wir Rio Grande sogar noch ohne Reserve. Damit hats Suzile 540km mit 22L geschafft, gar net schlecht.<br \/>\nNun ists gar nicht mehr weit bis Ushuaia. Wir verbringen noch einen Faulenzertag irgendwo zwischen Rio Grande und Tolhuin, weils bis zum sp\u00e4ten Nachmittag schifft. Trotzdem lassen wir es uns nicht nehmen ein Lagerfeuer anzuz\u00fcnden, nach ner halben Stunde pusten und Kleinkram nachlegen brennt das triefnasse Holz sogar! Aber was will man machen, man ist ja auf <strong>Feuer<\/strong>land, der Name ist Programm.<\/p>\n<p>Nachdem wir noch gschwind zu Pannys speziellem <a title=\"Motorrad Geocache\" href=\"http:\/\/krad-vagabunden.de\/reise-tagebuch-bilder\/s%C3%BCdamerika\/feuerland\/\" target=\"_blank\">Motorradfahrer Geocache<\/a> hochgefahren sind, schaffen wirs abends bei fallenden Temperaturen noch nach Ushuaia. Da sind wir nun, in der s\u00fcdlichsten Stadt der Erde und dem s\u00fcdlichsten Punkt unserer Reise! Von jetzt an kanns nur noch auf-(also nord-)w\u00e4rts gehen. Die Stadt an sich ist nicht gerade ein Hingucker aber vom Camping oberhalb schaut sie ganz sch\u00f6n aus.<\/p>\n<p>[slideshow id=21]<\/p>\n<div>\n<p>[spoiler show=&#8220;Details und Koordinaten&#8220; hide=&#8220;Ausblenden&#8220;]<\/p>\n<div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Reifenh\u00e4ndler in Punta Arenas &#8222;<a href=\"http:\/\/www.sanjorgeonline.com\/loc_zf.php\" target=\"_blank\">San Jorge<\/a>&#8220;<\/p>\n<p>Hostal Independencia in Punta Arenas mit Camping M\u00f6glichkeit im Hof:<br \/>\nS53 09.815 W70 55.069<\/p>\n<p>Zollfreies Einkaufen in der <em>Zona Franca<\/em> in Punta Arenas wir v\u00f6llig \u00fcbersch\u00e4tzt. Es ist dort kaum oder zumindest nicht auff\u00e4llig g\u00fcnstiger, daf\u00fcr gibt es aber in diesem &#8222;Industriegebiet&#8220; Alles.<\/p>\n<p>Teure K\u00f6nigspinguine in der Bahia Inutil: ca. S53 27.650 W69 18.357<\/p>\n<p>Der &#8222;s\u00fcdliche&#8220; Grenz\u00fcbergang am Paso Bella Vista hat nur im Sommer ge\u00f6ffnet und zwischen den Posten muss eine Furt \u00fcberquert werden. Es braucht keinen speziellen Passierschein wie in manchen Reisef\u00fchrern berichtet:<br \/>\nS54 00.042 W68 36.631<\/p>\n<p>Pannys Motorradfahrer GPS Schatz:<br \/>\nS54 41.389 W67 50.641<br \/>\n&#8222;Geocache&#8220; speziell und ausschliesslich f\u00fcr Motorradreisende. Bitte etwas Reise oder Motorradfahr- oder Reise-Taugliches zum Tauschen mitbringen. zB ein Buch, Kettenspray, Schnaps,&#8230;.<\/p>\n<p>Camping Pista Andino am Skilift etwas \u00fcberhalb Ushuaia:<br \/>\nS54 48.750 W68 21.049<\/p>\n<p>Einkaufen in Ushuaia: Es gibt hierauch einige Duty-Free Shops und zumindest der ALkohol scheint teilweise, auch in den Superm\u00e4rkten etwas verg\u00fcnstigt zu sein.<\/p>\n<p>weitere Infos zu Feuerland vom<a href=\"http:\/\/www.tierradelfuego.org.ar\/v4\/_deu\/index.php?seccion=4\" target=\"_blank\"> Instituto Fueguino de Turismo<\/a><\/p>\n<p>Und zu Guter letzt der Hinweis: in Feuerland ist im S\u00fcden Feuer machen fast \u00fcberall verboten (im Norden gibts kein Feuerholz)[\/spoiler]<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir kommen jetzt immer weiter nach S\u00fcden, das merkt man schon an den Temperaturen. Nur leider falschrum, hier wirds s\u00fcdw\u00e4rts immer k\u00e4lter! 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