{"id":1628,"date":"2011-11-03T10:03:02","date_gmt":"2011-11-03T12:03:02","guid":{"rendered":"http:\/\/www.durch-die-welt.de\/?p=1628"},"modified":"2024-01-18T11:10:11","modified_gmt":"2024-01-18T10:10:11","slug":"pampa","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.durch-die-welt.de\/index.php\/pampa\/","title":{"rendered":"Durch die Sierra nach Florianopolis"},"content":{"rendered":"<p>Obwohl es in Uruguay und Rio Grande do Sul gute Stra\u00dfen gibt fahren wir viel auf kleinen Nebenstra\u00dfen und Schottepisten, auf Feld- und Waldwegen durch die Pampa. Seitdem wir den Norden Rio Grande do Suls in\u00a0 S\u00fcdbrasilien erreicht haben, auch immer \u00f6fter durch Gebirge.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.durch-die-welt.de\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/Auswahl-Uruguay-040.jpg\" rel=\"attachment wp-att-1659\" data-lbwps-width=\"800\" data-lbwps-height=\"600\" data-lbwps-srcsmall=\"https:\/\/www.durch-die-welt.de\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/Auswahl-Uruguay-040.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-1659 size-medium\" title=\"Uruguay\" src=\"https:\/\/www.durch-die-welt.de\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/Auswahl-Uruguay-040-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"297\" height=\"223\" srcset=\"https:\/\/www.durch-die-welt.de\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/Auswahl-Uruguay-040-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.durch-die-welt.de\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/Auswahl-Uruguay-040.jpg 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 297px) 100vw, 297px\" \/><\/a>Die flache, sanft h\u00fcgelige Landschaft der Pampa erinnert uns mit den Gr\u00fcnen Wiesen mal an Norddeutschland, wenn es h\u00fcgeliger wird an Irland und sobald es sumpfiger wird an S\u00fcdschweden.<\/p>\n<p>Abgesehen von einem breiten Seitenstreifen durchziehen Z\u00e4une das Land und nur hin und wieder sehen wir zwischen den Rindern Verladerampen, versperrte Einfahrten oder vereinzelt H\u00e4user und H\u00f6fe.<\/p>\n<p>Selten begegnen uns andere Fahrzeuge. Alles in allem ist es\u00a0 bis jetzt \u00fcberall noch sehr europ\u00e4isch. Auch die Preise und das Wetter!<\/p>\n<p>Es ist Montag morgen und wir verlassen unsere Gastgeber in Sao Sebastiao do Cai bei tr\u00fcbem Wetter.\u00a0 Das beginnende Gebirge ist eine willkommen Abwechslung nach den letzten Wochen in der Pampa. Nur an die Kurven m\u00fcssen wir uns erst wieder gew\u00f6hnen. Die fast unertr\u00e4gliche Hitze der letzten beiden Tage ist schnell vergessen und am Stra\u00dfenrand stehen zahlreiche Werbeschilder mit deutschen Familien-Firmen-Namen.\u00a0 Wir wollen \u00fcbermorgen in Florianopolis bei Cicero sein und den Weg dorthin, mit einigen Schottereinlagen durchs Gebirge, etwas auflockern und erst im Parque National de Serra Geral die Canyons anschaun und dann noch eine Runde durch die Serra do Rio do Rastro mit einbauen. Wir kommen flott vorw\u00e4rts und vergessen in den deutschen St\u00e4dten glatt Fotos zu machen. Schwarzwald Kitsch im Hollywood Stil vom Feinsten an der Ruta Romantica um Gramado und Canela.<br \/>\nDer kurze Abstecher zum Canyon de Itajmbezinho dauert etwas l\u00e4nger, da die Gebirgspiste arg holprig ist. Kurz vor dem Ziel geht es nicht weiter. Ge\u00f6ffnet nur von Mi-So und Campen ist auch verboten, aber 30 km weiter soll der Canyon Fortaleza ge\u00f6ffnet haben. Also die schlechte Piste wieder zur\u00fcck und pl\u00f6tzlich sind wir auf einer frisch geteerten Stra\u00dfe.\u00a0 Leider etwas <em>zu<\/em> frisch. Nach nur 2 km beginnt die Baustelle! Erst frisch geschotterter weicher Kies, dann holpriger Lehm. Es beginnt langsam zu d\u00e4mmern und wir finden ein flaches Pl\u00e4tzchen direkt neben der Piste, am Hang, in Flussn\u00e4he. Als wir gerade gen\u00fcgend Feuerholz beisammen haben setzt ein Gewitter ein und wir fl\u00fcchten zum Kochen ins Zelt. Die Apsis ist leider recht beengt und die Tropfen lassen auch innen das Kondenswasser von der der Plane spritzen. Abgesehen davon sind wir von mini-mini-mini Fliegen ganzsch\u00f6n zerstochen und auch die M\u00fccken f\u00fchlen sich bei uns im trockenen Zelt recht wohl.<\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Morgen ist der Regen erfreulicher Weise vorbei. Mit der Wahl unseres Schlafplatzes hatten wir Gl\u00fcck. Die Senke wenige Schritte entfernt, steht fast einen halben Meter unter Wasser und auch der Flusspegel ist doppelt so hoch wie am Vortag.<br \/>\nSchnell noch die restlichen 6 km zum Canyon und ein paar Fotos gemacht\u00a0 [singlepic id=901 w=320 h=240 float=right] und dann weiter. Wir haben noch ein ganzes St\u00fcck vor uns und werden wohl einen Tag l\u00e4nger brauchen als angek\u00fcndigt.<br \/>\nDer Blick entsch\u00e4digt f\u00fcr die Anfahrt. Fast 800m geht es fast senkrecht in die Tiefe.<\/p>\n<p>Die Piste ist teilweise noch recht schlammig und so werden die ca. 15 km &#8222;Baustelle&#8220; zur sportlichen Herausforderung. Suse l\u00e4sst sich nur an 2 kniffligen Schlammstellen von mir helfen. Ansonsten kommt sie erstaunlich gut mit diesen schwierigen Stra\u00dfenverh\u00e4ltnissen zurecht.<\/p>\n<p>Nach einem Mittagssnack in Cambara do Sul wollen wir es dann doch wagen und auf\u00a0 ungeteerten Pisten weiter nach Norden fahren. Das schlechte St\u00fcck zur\u00fcck zum ersten Canyon wollen wir nicht nochmal fahren. Es geht ganz gut vorw\u00e4rts und die Landschaft wir immer interessanter. Kurz vor Sao Joaquim halten uns ein paar Bauern an, da die Br\u00fccke\u00a0 \u00fcber den Fluss 20 km weiter nicht mehr vorhanden ist. Wir kehren also um und versuchen einen anderen Weg, der aber nach 25 km an einem verschlossenem Gatter endet. Wir m\u00fcssen ein St\u00fcck zur\u00fcck und versuchen eine andere Abzweigung, die auch tats\u00e4chlich zu einigen Serpentinen f\u00fchrt. Vermutlich befinden wir uns bereits auf Privatgrund, da die Z\u00e4une verschwunden sind. Da es bald dunkel wird suchen wir uns mitten im Kiefernwald ein sch\u00f6nes Pl\u00e4tzchen f\u00fcr die Nacht. Die Serpentinen verschieben wir auf Morgen.<\/p>\n<p>In der Nacht dann das n\u00e4chste Unwetter und leider h\u00f6rte der Regen auch in der Fr\u00fch nicht auf.\u00a0[singlepic id=907 w=320 h=240 float=left] Die steilen und engen Schotter Serpentinen wollten wir garnicht erst versuchen, um dann wieder im Nichts zu Enden. Wir mussten also umkehren.In den n\u00e4chsten 2 Stunden schafften wir fast 40km auf Teilweise \u00e4usserts rutschigen Gebirgs- und Waldwegen. Nachmittags um 3 erreichten wir schliesslich Bom Jardim da Sierra ohne einen einzigen Sturz. Mich hat es nur ganz am Anfang einmal um 90 Grad gedreht, so da\u00df ich gegen die B\u00f6schung gefahren bin. Nach 3 Tagen hatten wir jetzt schon fast die H\u00e4lfte der Strecke geschafft! Bis zum Abend wollten wir aber bei Cicero sein und so brechen wir unseren Gebirgstrip ab und fahren im Nebel die Serpentinen des Steilabbruchs runter ins K\u00fcsten-Tiefland.\u00a0 Pl\u00f6tzlich steckten wir mitten im Verkehr.\u00a0 So viele Autos hatten wir seit Buenos Aires auf den kompletten letzten 3000 km nicht mehr gesehen, wie jetzt in einer halben Stunde. Bis kurz nach Einbruch der Dunkelheit legen wir noch einen Mammut-Trip von 250 km, auf unsch\u00f6ne, Baustellenverseuchten und LKW verstopften Fernstrassen mit r\u00fccksichtslosen Kampf-Mopedfahrern hin, bis wir endlich Ciceros <a href=\"http:\/\/www.ciceropaes.com.br\/a_toca_en.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">La Toca<\/a> erreichen.<\/p>\n<p>Cicero ist selbst begeisterter Motorradreisender, der gemeinsam mit seiner Frau Lourdes, schon fast ganz S\u00fcdamerika und auch bereits mehrfach Europa bereist hat. In seinem Haus in Florianopolis hat er extra ein kleines Zimmerchen, in dem Motorradreisende \u00fcbernachten k\u00f6nnen. Auf der brasilianischen Version seiner Seite gibt es noch einiges mehr zu entdecken, zB eine <a href=\"http:\/\/www.ciceropaes.com.br\/a_toca.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00dcbersicht <\/a>der bisherigen G\u00e4ste oder die Videos seiner Reisen.<\/p>\n<p>In Floripa verbringen wir 2 erholsame Tage bei br\u00fctender Hitze, finden eine Geocoin und verstecken eine Travelbug.\u00a0 Revangieren uns f\u00fcr die Gastfreundschaft mit selbstgeschabten K\u00e4ssp\u00e4tzle, treffen uns mit Michaelund aktualisieren unser Webseite.<\/p>\n<p>Das passende Video zu den Schotterpisten gibts bei Suses Artikel zu den <a href=\"http:\/\/wp.me\/p1mjJR-qt\">Stra\u00dfen von S\u00fcdamerika<\/a><\/p>\n<p>[slideshow id=14]<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Routen Tipp<\/strong>:\u00a0 [spoiler]<\/p>\n<div>\n<p>Wir sind die Strecke nur zum Teil gefahren, da wir aus bereits die Tage zuvor auf kleinen Gebirgswegen verbracht haben, wir in Florianopolis verabredet waren und das Wetter umzuschlagen drohte:<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.durch-die-welt.de\/index.php\/archives\/1628\/brasilien-routentip\" rel=\"attachment wp-att-1867\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-1867\" title=\"Brasilien Routentip\" src=\"https:\/\/www.durch-die-welt.de\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/Brasilien-Routentip-1024x658.jpg\" alt=\"\" width=\"695\" height=\"446\" srcset=\"https:\/\/www.durch-die-welt.de\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/Brasilien-Routentip-1024x658.jpg 1024w, https:\/\/www.durch-die-welt.de\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/Brasilien-Routentip-300x192.jpg 300w, https:\/\/www.durch-die-welt.de\/wp-content\/uploads\/2011\/11\/Brasilien-Routentip.jpg 1058w\" sizes=\"auto, (max-width: 695px) 100vw, 695px\" \/><\/a><\/p>\n<div><em>A good trip is goes UP at Corvo Brando and goes down by RIO DO RASTRO<\/em><\/div>\n<div><em>Comming from North by BR 101, when arrives at Tubar\u00e3o-SC, enter right to Gravatal, after Bra\u00e7o do Norte, \u00a0then goes to Gr\u00e3o Par\u00e1. Till here asphalt. After, some off road. If at \u00a0previous days there was a \u00a0rain be carefull!<\/em><\/div>\n<div><\/div>\n<div><em>After Corvo Branco and before Urubici, there is The Morro da Igreja (<a href=\"http:\/\/www.morrodaigreja.com.br\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/www.morrodaigreja.com.br\/<\/a>) Its a remarcable stop. Is the highest point at Brazil South. It worth it. you must go there.<\/em><\/div>\n<div><\/div>\n<div><em>From Urubici you go to Bom Jardim da Serra an then goes down to Serra do Rio do Rastro to return to BR 101.<\/em><\/div>\n<div><\/div>\n<div><em>Updated roads at \u00a0Santa Catarina\u00a0<a href=\"http:\/\/www.deinfra.sc.gov.br\/rodovias\/mapa.jsp\">http:\/\/www.deinfra.sc.gov.br\/rodovias\/mapa.jsp<\/a><\/em><\/div>\n<div><\/div>\n<div>[\/spoiler]<\/div>\n<div><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Obwohl es in Uruguay und Rio Grande do Sul gute Stra\u00dfen gibt fahren wir viel auf kleinen Nebenstra\u00dfen und Schottepisten, auf Feld- und Waldwegen durch die Pampa. Seitdem wir den Norden Rio Grande do Suls in\u00a0 S\u00fcdbrasilien erreicht haben, auch immer \u00f6fter durch Gebirge. 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